Ein Dankeschön an die Forstarbeiter….

Wie bereits öfter erwähnt, scheint es in den letzten Jahren einen regelrechten Wanderboom zu geben. Wohl verstärkt durch die Corona-Zeit sind immer mehr Leute in den Natur unterwegs. Besonders die Saarländer scheinen ein sehr wanderfreudiges Völkchen zu sein. Fährt man über die Grenze nach Rheinland-Pfalz sind die Wege deutlich ruhiger und weniger besucht…. 

Dennoch ist es egal, wo man unterwegs ist-die Wanderweg müssen überall in Stand gehalten werden. Für die Sicherheit der Wanderer muss gesorgt sein. Äste, die zu fallen drohen, werden abgeschnitten. Bäume geschnitten. Bäume gepflegt. Bäume entfernt. Warnschilder aufgestellt. Wege zeitweise komplett gesperrt. 

Mit welchen Kosten und Mühen all dies verbunden ist, wurde mir aus aktuellem Anlass erst jetzt umfassend bewußt. 2 Eichen auf dem Nachbargrundstück müssen gefällt werden. Eine Eiche hat einen Zwieselbruch sowie eine starke Fäule im Wurzel- und Stammansatz bis auf ca. 2m Bodenhöhe. Damit droht sie auf 2 Nachbargrundstücke sowie die darunter liegende Bebauung zu fallen…. Konkret besteht also eine erhöhte Gefahr, die Rede reichte bis zu einem Begehungsverbot im eigenen Garten. 

Also rückte eine professionelle Baumfällungs-Firma an. Eine Fällung mittels Seilklettertechnik musste aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen werden. Somit blieb nur noch der Kran. Also kam eine Kranfirma. Alles wurde vermessen. 48 Meter von der Straße bis zum Baum. Da so ein Kran natürlich einiges an Stellfläche benötigt, muss die Straße vor unserem Haus komplett gesperrt werden. Dazu wird selbstverständlich die Genehmigung der Stadt benötigt. Nach der Freigabe werden bereits 5 Tage vorab Parkverbotsschilder aufgestellt. Informationsschreiben an die Nachbarn verteilt. 

All dies ist natürlich mit erheblichen Kosten verbunden, die von den Eigentümern des Grundstücks getragen werden müssen…. 

Lobenswert erwähnen möchte ich an dieser Stelle die Baumfäller. Diese Firma kann ich nur empfehlen. Sie sind morgens früh mit 5 Mann angerückt. Dann kam der Kran mit 2 Mann. Ein gut eingespieltes Team. 2 Baumfäller ließen sich in den Kronen der Bäume abseilen, danach wurden die Teilstücke der Bäume über die Häuser auf die Straße befördert, wo bereits die andern Teammitglieder warteten und die Kronen etc. ruck-zuck verarbeiteten… Wirklich spektakulär, so etwas mal miterleben zu dürfen. Alles lief Hand in Hand. Schnell. Sauber. Ordentlich. Super professionell. Freundlich und nett.  

Weitere Infos und den Kontakt zur Firma findet ihr hier: 

www.dieholzfaeller.de

Diese Arbeiten und viele mehr müssen auch entlang der Wanderwege durchgeführt werden, damit wir sicheren Fußes die Natur genießen können… Zu Überlegen bleibt, ob wir wirklich noch mehr Wege benötigen. Noch mehr „Events“ und „Unterhaltung“ entlang der Wanderwege. Noch mehr Ruhebänke-wobei ich die immer toll finde 😉 Noch mehr von allem??? Oder ob es gegebenenfalls nicht ohnehin schon genügend Wege gibt. Forstwege. „Alte“ Wanderwege. Hauptwege. Brauchen wir wirklich die gewundenen Pfade, die oft parallel zu den Hauptwegen verlaufen? Die Wege, die häufig Wildpfade durchkreuzen? Die Pfade, die alle zusätzlich gesichert, gewartet und sauber gehalten werden müssen?

Ich finde die Wege schön. Für mich ist es einfach, den Schritt in völlig unbekannte Gegenden zu wagen, ohne mir viele Gedanken darüber machen zu müssen. Die Premiumwege sind alle gut ausgeschildert und man verläuft sich nie…. Dennoch finde ich, dass wir mittlerweile eine wunderbare Auswahl an Wegen haben und ich persönlich bräuchte nicht noch mehr davon….

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