Wanderung Bodental-Ogrisalm

Schwierigkeit: schwer
Strecke: 13 km
Dauer: 3,15 h
Aufstieg: 617 hm

 

Das Bodental

Etwas außerhalb von Klagenfurt, direkt an der slowenischen Grenze, befindet sich dieses wunderschöne Tal auf 1000 Metern Höhe. Im Reiseführer wurde es als eines des schönsten Täler Kärntens beschrieben… Hat man einmal den Nebel von Klagenfurt hinter sich gelassen wird’s richtig schön! Das Tal liegt direkt an den Karawanken, die die Grenze zu Slowenien bilden. 

Lohnenswert soll im Sommer ein Besuch in der Tscheppaschlucht sein. Diese ist von April bis Oktober geöffnet. 

Wir fahren durch das wunderschöne, winterliche Bodental bis ans Ende. Zum Gasthof Bodenbauer. Vorbei geht es an dem kleinen Fluss. An alten Höfen und Mühlen. Man kommt sich vor, als sei man 100 Jahre zurück versetzt in der Zeit. Angekommen beim Gasthaus Bodenbauer findet man Parkmöglichkeiten. Hier starten einige Wanderungen. Nach der Wanderung kann man dort einkehren und eins der besten Radler trinken. 

Wir hatten einen Plan…. Wir wollten die gemütliche Slow Trail Meerauge– Wanderung machen. Diese entspannte, 5 Kilometer lange Wanderung hat kaum Höhenmeter und führt einen an den beiden Hauptattraktionen des Tales, der Märchenwiese und dem Meerauge vorbei. 

Spaziergang zur Märchenwiese

Wir starteten unsere Tour wie gesagt beim Bodenbauer. Die Wege sind in dem schmalen Tal sehr gut ausgeschildert und überschaubar. Bei winterlichem Wetter ist jedoch zu beachten, dass viele Wegabschnitte vereist sind. Und so schlitterten wir erstmal los…. Der Weg führt einen direkt auf die Karawaken zu, bis man schließlich die Märchenwiese erreicht. Und die Reiseführer hatten nicht zu viel versprochen: die Wiese im Vordergrund der Karawaken. Die Schneebedeckten Bäume. Das Licht. Es ist wirklich ein ganz besonderer, „märchenhafter“ Ort. 

Von der Märchenwiese aus läuft man den gleichen Weg wieder zurück bis zur ersten Kreuzung. Ab hier endet unser Plan….

Wanderung zur Ogrisalm

Statt den Schildern nach rechts in Richtung Meerauge zu folgen, beschließen wir, nach links in Richtung Hochsitz „Rijautzblick“ zu laufen…. 

Am Hochsitz treffen wir ein sehr nettes Pärchen und wie überall hier kommen wir sofort ins Gespräch. Hier wird das Lied „Ein Schloss am Wörthersee, am wunderschönen Wörthersee… Wo alle Menschen Freunde sind….“ tatsächlich gelebt. Der Mann trägt eine Weste vom Alpenverein. Die Frau erzählt uns, dass sie den Weg vor einigen Tagen frei geschnitten hätten… Dann die Frage: „Wo wollt ihr denn hin? Zur Ogrisalm führt ein schöner Weg, der wohl überwiegend in der Sonne liegt. Eventuell ist er stellenweise vereist, aber auch mit Hunden gut zu gehen… in 1,5 Stunden seid ihr oben…. “ 

Nun… hört sich gut an… Also los zur Alm…. Sonne. Alm. Mit Hunden gut zu gehen – hört sich perfekt an. Was wir nicht bedachten: Der nette Mann war Wegewart beim Alpenverein. Er ist hier aufgewachsen. Für ihn sind die Wege ein Klacks. Solange man nicht wirklich ins Klettern kommt mit Sicherungsseilen etc. ist es für ihn eine Wanderung. Doch wie gesagt: daran haben wir nicht gedacht. Frohen Mutes liefen wir los. Hielten uns an der nächsten Kreuzung links auf dem Südalpen-Fernwanderweg…. Und das Abenteuer begann….. 

Nach wenigen Metern erreicht man einen wunderschönen Platz in der Sonne mit einem herrlichen Ausblick über das Bodental. Wir legen eine kleine Pause ein- und treffen wenige Minuten später wieder das nette Pärchen vom Alpenverein. Wieder ein Schwätzchen. Und der nette Mann vom Alpenverein erklärt uns-zum ersten Mal für heute, die Berge auf die wir blicken. Auch sie gehen den Weg. Und wir treffen sie an jedem Aussichtspunkt wieder. Bekommen an jedem Aussichtspunkt Erklärungen über die Berge, auf die wir blicken. Toll. Einfach nur suuuuper nett! 

Ab hier folgt man dem Wanderweg Nummer 603. Immer bergauf. Dies erfordert ein gewissen Konditionslevel und Trittfestigkeit! Für ungeübte Wanderer ist dieser Weg definitiv nicht geeignet! Hätten wir nicht den netten Mann vom Alpenverein in unserer Nähe gewußt, wären wir ab einem gewissen Punkt sicherlich umgekehrt. Ungefähr 7 Kilometer gehts bergauf. Teilweise über lose Felsen. Über Wurzeln. Über verschneite Abschnitte. Über vereiste Abschnitte. Immer bergauf…. Und ich muss sagen: ich habe Denzel mit seinen 13 Jahren und seiner Arthrose definitiv unterschätzt. Oft dachte ich, er müsse streckenweise getragen werden… Doch er wollte laufen. Und er lief munter voran. Und auch am Abend war er munter und bestens gelaunt. Dennoch sollten auch eure Hunde ebenfalls ein gewisses Fitnesslevel mitbringen. Sie müssen teilweise ganz schön klettern…. Hier ein paar Eindrücke: 

Belohnt wir man unterwegs natürlich mit wunderschönen Ausblicken! Mal schaut man ins Tal in Richtung Klagenfurt und über die Traun. Mal auf die Karawaken. Das nette Pärchen wartete an jedem Aussichtspunkt auf uns. Erklärte uns die Landschaft. Dann ließen wir ihnen ein wenig Vorsprung und liefen weiter. Leider konnte ich mir die genauen Berge nicht merken. Auch hiervon ein paar Eindrücke: 

Und dann erreicht man sie endlich: die Ogrisalm. Auf 1569 Metern. Die Almhütte befindet sich in Privatbesitz. Nachdem die alte Hütte vor einigen Jahren abbrannte, wurde eine neue errichtet. Und wie auf jeder Alm, ist der Ausblick wunderschön und man ist den Karawaken, mit ihrem höchsten Berg von 2126 Meter, gefühlt ganz nah. 

Ab hier beginnt der leichte Abstieg über die Forststraße, die man sich mit einigen Skifahrern teilt. (Wanderweg Nummer 662)

Der Weg bringt einen zurück zur Märchenwiese. Auch hiervon noch ein paar Eindrücke: 

Alles in allem eine anspruchsvolle aber absolut lohnenswerte Wanderung! 

Wir folgen der Empfehlung des netten Pärchens vom Alpenverein und kehren im Gasthaus „Zum Mühlrad“ ein. Die aus der Schweiz stammende Gastgeberin könnte freundlicher nicht sein. Wieder einmal fühlt man sich sofort willkommen. Das Essen ist fantastisch und die Atmosphäre extrem gemütlich! Hier lohnt sich eine Stärkung nach der Wanderung, bevor man sich auf den Heimweg macht.

Zu unserer Überraschung bezahlte der nette Mann vom Alpenverein uns das Eis-das hausgemacht und extrem lecker war. Leider waren die beiden schon weg, so dass wir uns nicht mehr bedanken konnten… 

Weitere Infos „Zum Mühlrad“ findet ihr hier: 

https://www.xn--zum-mhlrad-eeb.at/

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