Fahrt von San José nach El Castillo

Fahrt nach El Castillo

Um kurz vor 2 gehts raus aus der Stadt. Stau. Verkehr. Keiner hält sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen-auch nicht „unser Fahrer“ 😉

An der pan americano zahlt man Maut, danach gehts immer weiter in die Natur. Auf Empfehlung unseres Autovermieters nahmen wir die Route über La Tigra. Diese ist zwar etwas kurvenreicher, dafür aber auch schöner. Rein gehts in die Berge. Und die Eindrücke sind bereits jetzt faszinierend: die grüntöne, die Ausblicke, die Nebelschwaden, die sich rasant über die Straße bewegen.

Vorab liest man überall über die schlechten Strassenverhältnisse. Jetzt wissen wir warum… Bergstraßen, befahren von lkws, die gefühlt aus einem andern Jahrhundert stammen. Motorräder. Touristen. Fahrräder. Ungeduldige Einheimische. Ungesicherte Straßenränder. einspurige Brücken ohne vorwarnung… aber das schlimmste: Schlaglöcher. Besser gesagt „Schlag-Plantschbecken“ wie wir sie tauften. Überall. Bis kurz davor fürs Auge quasi unsichtbar. Diese nehmen häufig die gesamte fahrbahnfläche ein. Und-sie sind unterschiedlich tief. Mit 50 km/h ohne abbremsen bedeutet dies das vorzeitige Ende der Fahrt…. Hinzu kommen immer wieder die beeindruckendsten Ausblicke. Je näher man dann nach La Fortuna kommt desto „zivilisierter“ wird es. Und dann taucht er auf: eingehüllt in Wolken, als ob er mit Puderzucker überzogen wäre. Dann ist er wieder weg und hinter der nächsten Biegung haben sich Licht und Sonne verändert und lassen den Vulkan ganz anders erscheinen.

Sowohl unterwegs als auch in Fortuna gibt es unzählige kleine mercados, in denen man alles einkaufen kann. Auch kommen wir an dem Platz vorbei, an dem man kostenlos die heissen hot springs besuchen kann…. Wir stoppen in La Fortuna, kaufen das nötigste und dann darf Ich ans Steuer. In der Dämmerung. Durch das belebte Fortuna. Überall Restaurants, Autos, Shops, Diskotheken, Touristen….

Und dann gehts wieder raus aus dem Treiben. Wir müssen einmal um den Vulkan rum, um nach Castillo zu gelangen. Dieser verabschiedet den Tag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang-dann wird’s dunkel. Anfangs konnten wir noch einem der vielen tourismo Busse folgen, dann waren wir für die letzten 10 km auf uns gestellt. Erreichten das Airbnb jedoch fast auf Anhieb-statt der 4. nahmen wir die 3. Abbiegung links. Nur einem kleinen Anstieg von 80%-leider falsch. Also im Rückwärtsgang hinunter und die nächste links hoch, nochmal links und wir stehen vorm Ferienhaus!

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