Convento de Cristo, Tomar

In Tomar gibt es eine alte Wehr-Klosterkirche. Sie wurde 1162 von den Tempelrittern gegründet. Von den Tempelrittern! Da mußte ich n natürlich hin! 

Der Weg führt von der Küste über eine wenig befahrene Straße bis nach Tomar. Und dann taucht sie plötzlich auf! Schon von Weitem hat man große Lust, mehr zu entdecken! Also parke ich das Womo auf dem kostenpflichtigen Parkplatz unterhalb der Anlage. Ich verdunkle alle Fenster. Auch wenn es mit 22 Grad nicht wirklich heiß ist, lasse ich die Fenster offen. 30 Minuten. Das schaffen die Hunde. Los gehts…. 

Castelo Templário

Ich starte meine Tour in den Ruinen der alten Burg. 1159 erhielten der Orden der Tempelritter vom ersten portugiesischen König die Ländereien. Etwas 130 km nördlich von Lissabon errichteten sie die Anlage. Nachdem diese verfallen war, wurde eine neue Burg in strategisch günstigerer Lage in der Nähe des Flusses Rio Nabao gebaut. 

Ich betrete die Anlage durch das alte Tor. Am Eingang steht ein Gitarrenspieler in alter Kluft und spielt fantastische Musik. Zu den alten Klängen steige ich den Zuweg hinauf und betrete den Innenhof. Ein Traum! Unfassbar schön! Von der alten Burg stehen noch die Ruinen. Man sieht die alte Klosterkirche von hinten. Und egal wo man hinschaut-es ist einfach nur fantastisch!

Die ganze Anlage gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kein Wunder. Sie wurde ja von den Tempelrittern erbaut! Für über 4 Mio. Euro wurde die ganze Anlage wieder Instand gesetzt und ist für Besucher geöffnet. Gerne wäre ich noch einmal oben über die Mauer gelaufen-aber: die Uhr war gestellt. 30 Minuten. Und die Kirche wollte ich auch noch sehen… Also verzichtete ich auf diese zusätzliche Runde und machte mich auf den Weg zur Kirche. Noch einmal durch das Tor. Ein netter Gruß des Guitarrenspielers. Und weiter gehts nach links in Richtung Eingang. 

Diesen Teil können Besucher kostenlos bestaunen. 

Convento de Cristo

Man betritt das Gebäude und hält bereits den Atem an. Die blau-weißen Kacheln entlang des Treppenaufgangs sind wunderschön. Sie setzen sich im gesamten Kloster fort…. 

Man steigt die Treppen hoch und erreicht schließlich eine große Empfangshalle. Dort zahlt man 10 € und weiter gehts…. 

Ich staune und staune. Laufe weiter. Staune weiter. Lande in einem Innenhof. Dann im nächsten. Staune weiter. Mache Fotos. Staune. Und suche die Kirche… Bin ich falsch abgebogen? Also nochmal den Weg zurück. Am Eingang war doch so eine Übersicht…. Und dort ist auch der Eingang zu Kirche. Atemberaubend! Ich habe selten so etwas schönes gesehen!!! 

Ich staune und staune. Und staune. Und schaue auf die Uhr-Zeit für den Rückweg. Ok, noch schnell ein paar Fotos. Ich komme mir vor wie diese Instagram-Fotojäger… Rein, Foto machen, raus. Aber gut. Die Hunde warten. Das ist eben der Kompromiss, wenn man alleine mit den 2 unterwegs ist. Sie warten kurz im Auto. Ich beeile mich… Also mache ich mich wieder auf den Weg zurück. Und begreife erst jetzt, wie riesig diese ganze Anlage ist! Hier könnte man gut einen ganzen Tag verbringen und hätte immer noch nicht alles gesehen. Hier ein Hof. Dort ein Gang. Noch ein Gebäude. Doch wo ist der Ausgang? Eigentlich habe ich eine gute Orientierung… Doch hier bin ich völlig verloren… Nochmal Treppen runter. Nein hoch. Noch ein Gang. Noch ein Hof. Nochmals ein atemberaubender Ausblick. Staunen. Foto. Staunen staunen staunen. Und kein Ausgang! Doch dann endlich finde ich den Ausgang. Etwas abgehetzt aber immer noch am Staunen verlasse ich die Anlage… 

Tatsächlich muss ich sagen, dass ich noch immer am Staunen bin, während ich dies hier schreibe! Die alte Wehr-Klosterkirche ist definitiv einen Besuch Wert und ihr solltet euch wenn möglich etwas mehr Zeit einplanen, als ich es konnte…. 

Weitere Infos findet ihr hier: 

http://www.conventocristo.gov.pt/en/

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