Allgemeine Infos & (Fun-)Facts FRA, PRT, ESP

Ich hatte selten vor einer Reise so viel Respekt. Egal, wo ich bisher hin war. Selbst, als ich damals nach Cairo ausgewandert bin, war ich entspannter… Keine Ahnung warum. Ich hatte vielleicht zu viel gelesen. Zu viel negatives. Zu viele negative Erfahrungsberichte anderer. Und ich wußte: diesmal pushe ich meine Komfortzone noch ein wenig mehr… Ich wußte, ich hatte viele viele Kilometer vor mir. Und die Verantwortung für die 2 Hunde. Vorab wurden sie gegen alle möglichen Mittelmeerkrankenheiten behandelt. Die Arzeneitasche war gepackt. Keine Ahnung woher die ganze Aufregung vorab kam-eine Stunde, bevor ich den Camper abholte, war sie weg. Und ab da war alles völlig entspannt. Und rückblickend kann ich jeden, der die Überlegung hat eine solche Reise zu unternehmen, darin bestärken. Es war fantastisch! Unvergesslich! Einfach nur traumhaft! 

Reiseführer

Sowohl zur Vorbereitung als auch während der Reise bin ich nach wie vor ein großer Freund von Reiseführern. Diese 3 kann ich wirklich empfehlen. Besonders die beiden Wohnmobil-Reiseführer haben mir im Vorfeld dabei geholfen, eine grobe Vorstellung der Route zu entwickeln. 

MAUT

Sowohl in Frankreich, als auch in Spanien, als auch in Portugal gibt es mautpflichtige Straßen.

In Frankreich kenne ich das System und weiß, dass ich immer die Möglichkeit habe mit Bargeld oder mit Karte an den Mautstationen zu zahlen… Komplizierte wird es dann schon, wenn es sich in den digitalen Bereich verschiebt… Natürlich hat man immer auch die Möglichkeit, mautfreie Straßen auf dem Navi auszuwählen. Die bedeuten dann jedoch oft eine endlose Kurverei über Nebenstraßen. 

Auch in Portugal und Spanien funktioniert das Bip&Go einwandfrei! Ich konnte das Womo vorab über die App registrieren und das kleine Gerät oben an der Scheibe befestigen. Fertig. Überall kann ich einfach durchfahren. Es piepst. In Portugal bekomme ich dann oft sogar auf einer kleinen Tafel angezeigt, wie viel ich zu zahlen habe. Fertig. 

Weitere Infos findet ihr hier: 

Bip&Go

Benzinkosten

Je nach Land und Region zwischen 1,20€ und 1,90€ pro Liter Diesel. 

Navigation

Ich habe auf meinem gesamten Roadtrip ausschließlich WAZE für meine Routenführung genutzt. Zum Einen finde ich WAZE besonders in ländlichen Gegenden besser als GoogleMaps und lande wenige oft auf schmalen Feldwegen.. Zum Andern warnt WAZE aufgrund der vielen Nutzer zuverlässig vor Gefahren, Blitzern, etc. etc… 

Weitere Infos dazu findet ihr hier: https://www.waze.com/de/live-map/

Zeitzone

Portugal hat 2 Zeitzonen. Die Azoren UTC-1, Madeira und das Festland UTC-0. Das heißt, ihr stellt die Uhr eine Stunde zurück, wenn ihr über die Grenze fahrt 🥳

Moskitos…

… Zuhause schon kaum im Schlafzimmer aufzuspüren, ist ein Wohnmobil ein absolutes Verstecke-Paradies für Moskitos. Keine Chance hier eins zu finden…

Wetter

Da ich insgesamt gut 6400 km gefahren bin, war auch so ziemlich alles dabei. Besonders in den bergigen Regionen hatte ich abends bei 9-10 Grad Außentemperatur auch schonmal die Standheizung an. Portugal war am Wärmsten, da kletterte das Thermometer an einem Tag sogar kurz auf 30 Grad…Meist waren zwischen 20-24 Grad und trocken. In Andalusien hat mich dann zuerst ein Sandsturm und dann der Regen erwischt…. Wirklich kalt war es nie, aber für mich auch nie richtig heiß. Wenn man von allem was im Koffer hat (T-Shirts, Longsleeves, kurze Hose, lange Hose, Fleecejacke, Regenjacke) kommt man gut durch 😉

Facts über das Campen

  • Camper schlafen lange. Vor 8 Uhr zeigt sich auf keinem Stellplatz auch nur die geringste Regung… Keine Ahnung wie lange, denn dann bin ich immer schon unterwegs
  • Man ist immer beschäftigt. Immer. Abläufe automatisieren hin oder her. Stellplatz aussuchen und dann gehts los: Steht man gerade? Wenn nicht entsprechend mit den Böckchen ausgleichen. Brauche ich Strom? Dann erstmal Kabel raus. Steckdose suchen. Ggf. zurück zum Camper, da das 1. Kabel zu kurz ist und man das 2. Kabel zum Verlängern braucht…. Brauche ich Wasser? Wenn ja, so kann man das auch noch auffüllen-was oft Spaziergänge mit der Gießkanne mit sich bringt… Gasflasche aufdrehen. Natürlich läuft das Ganze dann auch zwangsläufig irgendwann in die andere Richtung: Gasflaschen zudrehen. Grauwasser ablassen. Toilettenkassette entleeren. Böckchen rein. Kabel aufwickeln… Und bei all den Aufzählungen habe ich noch mit keinem Wort den Bonus Markise erwähnt… 😂 Oder das Tanken. Oder das Einkaufen. Denn viel Lagerraum hat man ja nicht… 
  • Besonders schön ist es, wenn man morgens früh losmaschiert, um seine Toilettenbox unauffällig zu entleeren, und der Campingsplatzbesitzer fröhlich winkend über den ganzen Platz: „Guten Morgen Melanie“ ruft…. 

Campen mit Hunden

„Campen mit Hunden ist schön!“, so die allgemeine Meinung. Ist es sicherlich. Mit 2 kleinen Hündchen. Die nie ins Wasser gehen. Kein Winterfell verlieren. Strand und generell Dreck meiden…. Meine Realität mit den Hunden sah anders aus-war ich am Strand, verwandelte sich mein Womo innerhalb kürzester Zeit in eine Sanddüne. Egal, wie sehr ich vorher gebürstet habe. Hinzu kommt, dass der GranCalifornia innen recht schmal ist. Super zum Fahren, schlecht mit 2 Hunden. Zu den „Stoßzeiten“, morgens und abends, wird’s dann doch recht akrobatisch und man steigt ständig über den Fuß des einen, dann über den Schwanz des anderen Hundes. Und dann doch noch was in der anderen Ecke vergessen, also über ein anderes Bein. Einen Kopf…. „Hundeyoga“ kostenlos 😂 Klar könntet ihr jetzt sagen: die Hunde sind doch immer draußen. Ja, sicher. Andere Hunde ganz bestimmt. Mein Hütehund findet es nicht dolle, alleine draußen zu sein und kommt dann eh ständig rein. Und meine Spanierin ist kein „Draußen-Hund“. Schon zuhause nicht. Bin ich im Garten, geht sie rein. Nun soll sie aber ständig draußen liegen. Das funktioniert so gut wie gar nicht. Sobald sich die Gelegenheit ergibt, liegt sie drin. Auch findet sie es scheinbar furchtbar, jeden Tag an einem andern Ort zu sein. Sie bellt viel mehr als zuhause. Ist völlig neben sich. Viele andere Camper können ihre 2 Hunde frei laufen lassen-ich traue mich das nicht. Denzel ist mittlerweile so taub, dass er mich nicht hört wenn ich rufe und einfach weiter läuft. Mayla-nun ja, ist eben ein Jagdhund…  und bleibt daher auch an der Leine. Bedeutet für beide: lange Leinenzeiten zwischen den Fahrzeiten…. Spannend wird es, wenn ein 8-Monate alter Labi -Rüde sich in Mayla verliebt und in die Familienplanung einsteigt. Die Besitzer der Hunde interessiert das leider überhaupt nicht…. 

Trotzdem waren beide Happy, mit dabei zu sein! Sie hatten ihre Ruhezeiten wie gewohnt, waren motiviert bei Spaziergängen-und schlafen seit wir wieder zuhause sind. Also seit 2 Tagen…

Sprachenchaos…

Mit Englisch kommt man überall durch. Dennoch bin ich immer bemüht, die Landessprache zumindest in den Grundzügen zu erlernen… Französisch war kein Problem. Dann Spanisch. Ging noch. Dann kam Portugal. Und da war ich dann völlig raus. Portugiesisch. Eine Sprache, die sich anhört, als hätte man Spanisch gehört, nicht gewußt wie man es richtig schreibt, und nach dem Hörverstehen weitergegeben…. Dann wieder Spanisch-und bei mir geht nix mehr 😂 Auf der letzten Etappe in Frankreich war auch mein Französisch ausgelöscht…. Zum Glück war jeder sehr hilfsbereit und bemüht und ist dann ins Englische gewechselt…

 

Die schönsten Regionen….

Nach über 6000 km hat man viel gesehen! Nicht jede Ecke im Detail erkundet, aber zumindest ein Gefühl dafür bekommen… Mir persönlich hat es an der West-Algarve und in Andalusien, in der Ecke von Tarifa, am besten gefallen. Auch die Sierra Nevada ist eine Ecke, in die sicher noch einmal fahren werde. Erschrocken war ich über den Massentourismus an der Algarve. Diese Region stand eigentlich ganz oben auf meiner Liste. Doch an Ostern war dort die Hölle los…. Wirklich schade! Etwas enttäuscht war ich auch von der Region um Valencia. Überall lag Müll, Abfall, Dreck… Und Frankreich war, wie immer, ein Traum! Sowohl das Perigord als auch die Camargue sind einfach schön 🥰

 

Der Camper

Super Firma. Mehr dazu in folgendem Beitrag:

https://melles.blog/reisen-mit-hund/wohnmobilreise-portugal-spanien/roadsurfer-wohnmobil-verleih/

Der Camper selbst: zu hoch 😂 3,10m. Zum Glück gab es ein kleines Schildchen in der Frontscheibe. Zwar mit allen möglichen Fahrassistenten. Aber: zu hoch! 😂Trotzdem hat er den Sandsturm in Andalusien gut überstanden und sowohl in Frankreich als auch in Portugal musst ich nicht einmal aufgrund der Höhe von der Route abweichen… In Spanien nur einmal, aber auch das war unkompliziert. Ansonsten fand ich es super, überall völlig autark stehen zu können. Die Batterie hält bis zu 1,5 Tagen. Standheizung. Warmwasser. Kühlschrank etc etc etc… macht das freie Campen recht unkompliziert und einfach! Dennoch: mit 2 Hunden wird es, wie bereits erwähnt, recht kuschelig 😉

Stellplatzsuche

Tatsächlich gibt es eine unglaubliche Anzahl an Anbietern. Der Markt ist voll. Die meisten sind kostenpflichtig. Ich habe all meine Stellplätze entweder über RoadsurferSpots oder Park4night gebucht. Völlig stressfrei. Park4night hat ein gutes Angebot, so dass man auch nur einen Monat buchen kann. Für mich haben diese beiden Seiten gereicht, schöne Stellplätze zu finden…. 

Weitere Infos findet ihr hier: 

https://park4night.com/de

https://roadsurfer.com/de/spots/

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