Druidenpfad

Klein aber fein. Diese Beschreibung passt wohl am Besten. Ursprünglich sind es 4,8 km. Eine kleine Runde. So war der Plan, als ich mich heute mit einem Freund zur Wanderung aufmachte. Wie so ziemlich alle Saarländer ist er nun nach 18 Jahren wieder zurück in die Heimat gezogen. Unsere Tour wurde dann doch 8 km lang-doch dazu nachher mehr… 

Los geht der Pfad auf dem Wanderparkplatz gleich außerhalb von Niedaltdorf. 

Das erste Stück folgt dem Hauptweg durch den Wald. Und nach wenigen Metern begrüßt einen der erste Hinkelstein am Wegesrand. 😂 Richtig schön wird es dann, ab dem Punkt, an dem der Weg links abbiegt und ein schmaler Trampelpfad durch den verwunschenen Wald führt. Linker Hand erhascht man immer wieder Blicke über die Felder und sanften Hügel. Der Weg verläuft genau auf der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Ein wunderschöner Wald. Man erwartet tatsächlich, dass jeden Moment ein Druide hinter einem Baum auftaucht. Mit Stab. Und Pfeife. Und Kapuze. Den Kopf gefüllt mit Waldmeister und Bärlauch, der überall am Wegesrand wächst….  

Noch immer nach einem Druiden Ausschau haltend erreichen wir schließlich das „Keltendorf“. Eigentlich sind es nur 2 Häuschen. Doch Es ist eine wundervolle Stimmung hier im Wald. Im Umkreis von 200-400 Metern wurden einige keltische Hügelgräber gefunden. Sicherlich nicht zu vergleichen mit New-Grange in Ireland, aber dennoch ein Zeugnis von der früheren Ansiedlung der Kelten… 

Eigentlich führt der offizielle Weg nun weiter nach rechts durch den Wald. Aber: der ehemalige Wahl-Frankfurter ist noch nicht an die überaus verlässliche Beschilderung saarländischer Wanderwege gewöhnt. Er hatte Komoot aktiviert. Und Komoot führte uns nach links. Raus aus dem Wald. In das schöne kleine Örtchen „Neunkirchen les Bouzonville“. Da es nichts ungewöhnliches ist, das die Wege auch mal ein Stück durch den Ort führen, folgte ich ohne zu hinterfragen. An der Kreuzung im Dorf wunderte ich mich dann, dass es keine Schilder mehr gab. Aber: wir waren ja jetzt auch in Frankreich. Und vielleicht, so dachte ich, sind die Franzosen nicht so gewissenhaft mit der Beschilderung wie die Saarländer. Kein Problem. Denn die Komoot-App führte uns weiter. Links. Nochmal links. An der Kirche vorbei. An wunderschönen Häusern vorbei. Es machte Spaß, durch den französischen, idyllischen Ort zu spazieren. Schließlich landeten wir wieder auf der „Hauptstraße“, die uns direkt zum Parkplatz geführt hätte… An diesem Punkt griff ich dann doch mal ein. Also folgten wir einem Feldweg. Dann ein Stück übers Feld. Wurden am Waldrand von einer riesigen Blindschleiche empfangen-und befanden uns wieder auf dem Wegabschnitt vor dem Keltendorf. Juhu! Die 2. Chance, doch noch einen Druiden zu sehen…. 😉 Doch auch diesmal versteckte er sich erfolgreich vor uns… 

Dem offiziellen Druidenpfad weiter folgend erreicht man nach kurzer Wegstrecke die Felder. Ein traumhafter Wegabschnitt. Hohe Weisen. Obstbäume. Natur pur. Tatsächlich ist uns auf dem ganzen Weg nicht ein anderer Wanderer begegnet… Nach einem kurzen Stück durch den Wald erreicht man wieder den Wanderparkplatz. Ich war froh, dass wir die Runde durch das Örtchen gedreht hatten. Ein wirklich schöner Weg! 

Weitere Infos zum Druidenpfad findet ihr hier: 

https://www.alltrails.com/de/route/germany/saarland/druidenpfad-bei-niedaltdorf

Und für alle, die Bambus mögen: auf unserem Abstecher durch Neunkirchen les Bouzonville kamen wir an einem kleinen Bambusladen vorbei. Dorthin machten wir nach unserer Wanderung noch einen kleinen Abstecher. Nur 1,5 km entfernt. Die Familie ist wirklich nett und ich bin immer froh, lokale kleine Geschäfte ein wenig unterstützen zu können! 

Infos findet ihr hier: https://www.e-bambou.com/

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