Schwierigkeit: mittel
Strecke: 8 km
Dauer: 3 h
Aufstieg: 330 hm
Abstieg: 309 hm
Höchster Punkt: 408 m
Tiefster Punkt: 222 m
Der Kaltensteinpfad wurde vom deutschen Wanderinstitut mit 77 Punkten ausgezeichnet. Tatsächlich muss ich sagen, dass es zu andern Jahreszeiten einfach immer schöner ist, in der Natur unterwegs zu sein. Bei Sonne. Weiter Sicht. Angenehmen Temperaturen. Stattdessen gingen wir den Kaltensteinpfad heute bei knapp 2 Grad. Wolkig. Was bedeutet: Kahle Bäume. Keine Fernsicht. Matschiger Boden…. Dennoch ist diese Traumschleife im Winter gut zu gehen, da die Wege überwiegend befestigt sind. Und bei den Höhenmetern ist man dankbar, dass die Sonne nicht „knallt“ und es 35 Grad im Schatten sind….
Es gibt zwei Einstiege zur Traumschleife. Einmal in Zollstock am Reservistenplatz und einmal am Sportzentrum in Lebach. Wir wählten den Einstieg in Lebach.
Los gehts also am Sportzentrum. Ein schmaler, vermatschter Pfad führt zwischen Campingplatz und Tennisanlage zum Hauptwaldweg. Aufgrund der Waldarbeiten wirkt alles sehr chaotisch. Sicherlich ist es hier im Sommer schöner zu starten, wenn die Blätter den Weg einrahmen und man nicht um die tiefen Furchen der Baumfällmaschienen herumhüpfen muss….
Eigentlich beginnt ab dem Hauptweg ein schöner Abschnitt, doch auch hier war der Weg nicht besonders. Überall waren Wege mit Bauband gesperrt. Da ich hier in dem Wald viele Stunden meiner Kindheit verbrachte, war ich auch etwas enttäuscht-auch über die Wassertretanlage. Nach langer Renovierungszeit hatte ich irgendwie mehr erwartet….. aber vielleicht ist diese ja bis im Frühjahr soweit in Stand, dass es wieder Spaß macht seine Füße in das frische Quellwasser zu strecken….
Hat man diesen, doch etwas tristen Abschnitt einmal überwunden wird’s nun wirklich schön. Man folgt dem Weg ein Stück hinauf in Richtung Boxberg, bevor man rechts in Richtung Knorscheid abbiegt. Hier hat man bereits, bei schönem Wetter, einen tollen Ausblick auf Lebach. Im Wald windet sich dann ein breiter, kurviger Weg weiter. Leicht zu gehen. Der Zauberwald kündigt sich mit den moosbewachsenen Kurven bereits an. Man überquert die Mountainbikestrecke und folgt dem Pfad bergab durch den naturbelassenen Wald. Hier wurde nach dem Orkan 1990 alles der Natur überlassen. Vermooste Stufen. Gefallene Bäume. Ein wirklich schöner Abschnitt. Unten angekommen biegt man links über die Brücke ab. Von hier an beginnt der eigentliche Aufstieg zum Hoxberg. Doch es lohnt sich. Oben empfängt den Wanderer eine Ruhebank, von der aus man, bei guter Sicht, einen tollen Ausblick hat!
Man folgt ab hier dem breiten, gut gehbaren Waldweg nach links über den Bergrücken. Einfach zu gehen. Bei klarer Sicht mit tollen Ausblicken. Kurz vor dem Fernmast biegt man auf einen schmalen Pfad ab und folgt diesem ab hier immer weiter bergab. Vorbei an alten, knorrigen Eichen. Wirklich ein schöner Abschnitt. Schließlich erreicht man den Reservistenplatz und nach wenigen weiteren Metern den Marienweg, der zu den vermoosten Kaltensteinen mit ihrem Kreuz führt.
Nach den Kaltensteinen hat man noch einmal eine schöne Aussicht, bevor sich der schmale Pfad bergab zurück zum Sportzentrum schlängelt.
Alles in allem ein schöner, nicht ganz einfacher Weg mit einigen Höhenmetern. Ohne große Highlights, doch dafür mit schönen Abschnitten und Fernblicken.
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.saar-hunsrueck-steig.de/tour/traumschleife-kaltensteinpfad-d791755b61


