Der Hunnenring ist wohl jedem hier im Saarland ein Begriff. Dabei handelt es sich hierbei nicht um ein von Hunnen errichteter Wall. Hunnen stammt vermutlich von einer Bezeichnung für „König“… Ganz genau scheint es keiner zu wissen. Bisher sind die Bemühungen, den Ringwall in „Keltenring“ umzutaufen, wenig erfolgreich gewesen…. Der Wall wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Dabei wurden nicht einfach nur Steine aufeinander gestapelt, sonder es wurde eine aufwendige Holz-Stein-Konstruktion angelegt, die das damalige Dorf schützen sollte. Noch heute sieht man die Überreste der riesigen Anlage. Im großen Besucherzentrum des Nationalparks am Eingang der Wanderung kann man viele Informationen hierzu erhalten und es gibt Führungen über die Ringwallanlage.
Weitere Infos dazu findet ihr hier: https://nationalpark-tor-keltenpark.de/
Wir starten die Wanderung also auch am Nationalparktor und ich muss sagen-es ist eine der schönsten Winterwanderungen, die man hier in der Region bei Schnee machen kann!
Es gibt hier unzählige Wege und Möglichkeiten. Wir hatten uns für eine mittlere Distanz von 9 Kilometern entschieden. Alternativ könnte man die Traumschleife „Dollbergschleife“ mit gut 11 Kilometern gehen oder den kurzen Rundweg von 4 Kilometern. Wir halten uns an der Kreuzung nach rechts und biegen wenige Meter später wieder nach links in den Wald ab. Und schon tauchen wir ein in die schönste Winterlandschaft, die man sich vorstellen kann. Ein schmaler Pfad führt einen durch die zugeschneiten Bäume langsam bergauf. Nach kurzer Strecke klettert man dann auf den Ausläufer des Ringwalls. Von hier oben hat man eine wunderschöne Aussicht über die Staustufe von Nonnweiler.
Von hier aus führt uns ein schmaler Pfad weiter über die RIngwallanlage. Linker Hand hat man immer wieder Ausblicke auf die Staustufe. Der Weg ist trotz Schnee leicht zu gehen. Man kommt aus dem Staunen kaum noch raus.
Nach einem leichten Anstieg nach rechts erreicht man den oberen Teil. Hier machen wir noch einen kurzen Abstecher zu den Skulpturen und der Schutzhütte. Ein wunderbarer Ort für eine kurze Pause.
Nach diesem kleinen Abstecher gehts zurück zur Kreuzung und geradewegs auf den riesigen Ringwall zu. Es ist absolut faszinierend, was hier errichtet wurde und seit Jahrhunderten jeglicher Witterung standhält! Eine schmale Treppe führt hinauf auf den Wall. Erst hier oben sieht man die Dimensionen und Ausmaße richtig.
Der Abstieg gestaltet sich über die schmale, vereiste Treppe ein wenig rutschig, ist aber gut zu bewältigen. Eigentlich sollte man meinen, dass es nicht schöner werden könnte… doch der Winterzauber setzt noch einen drauf. Je weiter man in Richtung des Dollberges bergauf geht desto schöner wird es. Der Weg ist kaum besucht, so dass man das Gefühl hat, völlig alleine in dieser Winter-Wunder-Zauberwelt unterwegs zu sein. Ein schmaler, gewundener Pfad führt vorbei an verschneiten Tannen, die die Last des Schnees mit hängenden Ästen tragen. Schöner gehts nicht! Ein kleines, eher unauffälliges Schild weist uns dann darauf hin, dass wir den Dollberg und damit den höchsten Punkt des Saarlandes erreicht haben. Von hier aus gehts weiter bis zur nächsten Kreuzung.
Ich könnte stundenlang einfach weiterlaufen durch diese herrliche Winterlandschaft. Doch an der Kreuzung bleiben wir auf der Route und biegen nach links ab. Der Weg führt uns wieder bergab schnurstracks zur Köhlerhütte. Und auch wenn der Lift nicht mehr in Betrieb ist genießen viele Leute das schöne Wetter und probieren ihre Schlitten und Snowboards aus. Ab hier folgen wir dem breiten Hauptweg zurück zum Nationalparktor.
Eine tolle Winterwanderung, die ich 100% empfehlen kann!
Die Route findet ihr hier:


