Resümee & (Fun-) Facts

Costa Rica-Ein Resümee

Wir waren 20 Tage im März in diesem wunderschönen Land. 1900 km mit dem Mietwagen. Vom Vulkan Arenal, zur Pazifikküste, durch die Berge mit Übernachtung auf fast 3000m bis zur Karibik. Obwohl es in die Trockenzeit fiel, regnete es so gut wie jeden Tag. Sowohl am Pazifik auch tagsüber, als auch auf der karibischen Seite, meistens nachts.

Und eins muss man vorweg sagen-wir hatten an jedem Ort zu wenig Zeit!

Das wussten wir aber bereits vorher. Daher war unser Ziel auch nicht, möglichst viele Orte abzufahren, sondern das Land zu erleben. Zu genießen. Und das haben wir. An jedem Ort. In jeder Minute. Wir hätten überall gut 3-4 Übernachtungen benötigt, um alles zu erleben. Alles zu sehen.

Für mich war es überwältigend. Ich war noch nie im Dschungel. Dieses Erlebnis ist schwer in Worte zu fassen. Überall Leben. Überall Grüntöne. Überall, wirklich überall, wächst etwas. Bewegt sich etwas. Die Blätter sind völlig überproportioniert. Alles ist riesig und man kommt sich so klein vor.

Die Artenvielfalt ist ebenfalls absolut überwältigend. Da Costa Rica schon sehr früh Nationalparks errichtet hat, ist sowohl die Tierwelt als auch die Flora- und Fauna total faszinierend. Wir mussten gar nicht unbedingt in die Parks, um dies zu erleben. Überall gibt es Vögel, in allen Farben, bunt, schimmernd, mit Gezwitscher, das man noch nie zuvor gehört hat. Hier ein Affe, dort ein Papagei, dann eine Schlange, danach ein Krebs, ein Tukan, ein Faultier…. Es hört nicht auf, ständig sieht man etwas Neues, etwas absolut Faszinierendes, das einem den Atem raubt.

Sowohl der Pazifik als auch die Karibik haben Traumstrände, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Das Meer ist unbeschreiblich. Warm. Wellen. Man schaut auf dichten Dschungel. Einfach toll!

Am Pazifik ist alles ein wenig ursprünglicher, chaotischer. Die Straßen mit ihren Schotterpisten und Schlaglöchern eine Katastrophe. Daher muss man auch für alle Routen mehr Zeit einrechnen. Hingegen ist die karibische Seite – naja, die Karibik wie aus dem Bilderbuch. Beides ist sehenswert. Ich war froh, zuerst die pazifische und dann die karibische Seite besucht zu haben. Beide haben ihren Reiz!

Hinzu kommt, dass Costa Rica ein sehr sicheres Land zum Reisen ist. Man sieht keine Armut. Es gibt ein gutes Sozialsystem, ein gutes Krankenversicherungssystem. Überall wird gebaut, und in die Infrastruktur investiert. Dies hinterlässt schon jetzt Spuren, viele Orte sind sehr touristisch. Es bleibt zu befürchten, dass dies in den nächsten Jahren noch zunimmt.

Sowohl Ferienhäuser als auch Touren kann man entspannt vor Ort buchen. Alle Unterkünfte hatten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und waren extrem sauber und gut ausgestattet. Die Touren werden überall angeboten. All dies hatte mich in der Vorbereitungszeit für die Reise ziemlich überfordert. Es gibt einfach überall zu viel zu sehen. Wir haben dann immer kurzfristig einen Tag vorab gebucht. Mal über den Vermieter, mal über Trip-Adviser oder direkt über die Orte, die wir besuchen wollten. Und wie gesagt-man sieht ohnehin nie alles 😉

Ein Punkt, der mir sehr fehlen wird, sind die durchweg freundlichen, lachenden, winkenden und offenen Menschen in dem Land. Jeder, wirklich jeder-vom Kleinkind bis zum uralten Ehepaar in einem abgelegenen Bergdorf, grüßen. Sind freundlich. Beginnen ein Gespräch. Da meine Spanischkenntnisse nicht sehr ausgeprägt sind, oft auf englisch. Manchmal auch auf deutsch und wenn nicht mit „Händen und Füßen“. Ich bin bisher in keinem Land mit so viel Offenheit und Freundlichkeit empfangen worden. Jeder winkt jedem. Man steht beispielsweise an der Tankstelle, ein Kleintransporter fährt an die Tanksäule nebenan. 3 Mann winken freundlich, man winkt zurück und sieht, dass auch der Tankwart winkt. Dies führt wiederrum zum Winken im gegenüberliegenden Auto, was dann den Mopedfahrer auf der Straße auch zum Winken veranlasst. Und dann wird natürlich in alle Richtungen gewunken. Herrlich!

Ein unvergessliches Land. Ein Besuch lohnt sich! Egal in welcher Ecke. Pura Vida 😉

Unterkünfte & Ferienhäuser

Wir waren fast 3 Wochen im März in Costa Rica und hatten nur die ersten 2 Unterkünfte und die letzte Unterkunft im Voraus gebucht. Alles anderes lief problemlos kurzfristig über booking.com oder über Airbnb.

Alle Unterkünfte waren extrem sauber. Auch gab es in allen Unterkünften frische Handtücher. Viele wurden zwischendurch kostenfrei gereinigt. Mit den Vermietern haben wir ausschließlich tolle Erfahrungen gemacht. Bereits vorab gab es viele Infos über die Gegend und sie waren alle super nett und hilfsbereit!

Dusche

Die meisten Duschen sind kalt. Das ist an der Küste bei den Temperaturen kein Problem. Im Landesinneren und in den Bergen für mich als „Warmduscherin“ allerdings ne Herausforderung. 🙃

 

Toilettenpapier

Toilettenpapier wirft man nicht in die Toiletten. Damit man es nicht vergisst, wird man ständig von einem Schild darauf hingewiesen. Die Abwasserleitungen sind dafür nicht geeignet – kommt zu viel Toilettenpapier, gibts ne Verstopfung und ne große Sauerei… stattdessen wirft man sie in kleine Mülleimer, die neben den Toiletten stehen.

Rauchen

Rauchen ist quasi überall verboten, außer auf der Straße. Costa Rica möchte ein rauchfreies Land werden und scheint auf einem guten Weg dorthin zu sein. 

Essen und Trinken

Soda

Sodas sind wundervolle Erfindungen!!! Man findet sie wirklich überall!! Am Straßenrand. In kleinen Örtchen. In größeren Orten. Mitten in der „Pampa“. Überall. Und sie sind alle sehr liebevoll errichtet, sauber, originell. Die Karte ist meistens sehr klein und übersichtlich. Es wird immer ein Tagesessen angeboten. Man sollte jedoch ein wenig Zeit mitbringen, da alle Speisen frisch zubereitet werden. Und das alles für sehr wenig Geld zu günstigen Preisen. Sodas sind einfach toll.

Hot Sauce 

Ich liebe Hot Sauce! Sie steht in jedem Soda auf dem Tisch. Manchmal kann man sie auch am Straßenrand kaufen. Jeder hat ein anderes Rezept. Da die Speisen an der Pazifikküste nicht sehr viel gewürzt werden ist sie oft sehr hilfreich. Hergestellt wird sie je nach Region und Rezept aus unterschiedlichen Chilisorten.

Restaurants

Eigentlich bin ich keine, die ständig ihr Essen fotografiert, aber hier gehts nicht anders. 🤣 Das Essen ist fantastisch! In den Restaurants nicht günstig aber super lecker. Auf der karibischen Seite für mich besser gewürzt als auf der pazifischen Seite. 

Die Küche schließt meistens schon um 21 Uhr.

Wasserqualität 

In den meisten Teilen von Costa Rica hat das Trinkwasser eine super Qualität und kann getrunken werden. In der Karibik hieß es, wir sollten es eher nicht trinken, daher haben wir es auch nicht ausprobiert. 🤣 Alle Unterkünfte stellen jedoch riesige Wasserspender auf, so dass man überall problemlos Trinkwasser hat. 

Bier

Es gibt 3 große Bier-Marken. Alle wurden von Deutschen gegründet.

Obststände

Findet man überall. Vollgepackt mit frischem, herrlichem Obst! Von Mango über Guave, Limetten, Melonen, Bananen, Ananas, Avocados usw. ist alles dabei! Oft kann man sich daraus Smoothies machen lassen – mit Milch oder mit Wasser! Der Geschmack ist gefährlich – das Obst in Deutschland wird wohl für die nächsten Monate nicht mehr schmecken. 🤣🤣

Auch gibts überall frische Kokosnüsse, die zum Trinken mit Strohhalm verkauft werden. Es gibt je nach Region sehr unterschiedliche Sorten und jede schmeckt ein bisschen anders. 😁

 

Autofahren in Costa Rica

Mietwagen

Es gibt unzählige Anbieter. Wie immer sollte man gut die Preise vergleichen. Sinn macht bei den Straßen an der Pazifikküste ein Fahrzeug mit Allrad. Auf der karibischen Seite sind die Straßen viel besser. 

Wir hatten uns für das Vollkasko-Angebot entschieden. Der Mietwagen wurde uns ans Hotel gebracht. Vor der Übergabe hat der Vermieter dann noch die Route mit uns besprochen und uns viele nützliche Tipps in einer Karte eingezeichnet. Das war wirklich top! Auch als am 2. Tag vorne ein Reifen deutliche Schäden hatte, kam sofort ein Mitarbeiter zu uns und hat die Reifen gewechselt. Er fuhr den ganzen Weg von San José nach Fortuna und wieder zurück… 

https://offroad-costarica.com

Tanken

Alle Tankstellen haben hier einen Top-Service! Man fährt zur Säule, bleibt im Auto sitzen, sagt was und wieviel man getankt haben möchte. Dann werden die Scheiben geputzt, während der Tank vollläuft, man zahlt und fährt weiter. 

Unser Leihwagen tankt „Super“, dieser liegt bei ca. 1,20€ / Liter. 

Wir hatten nie Probleme Tankstellen zu finden. Allerdings sieht man auf der Nicoya-Halbinsel weniger als im Rest des Landes.

Autofahren

Auf der Nicoya-Halbinsel wird man ganz schön durchgeschüttelt aufgrund der Schotterwege. Insgesamt muss man an der Pazifikküste sehr konzentriert fahren, da ständig Schlaglöcher auftauchen können. Die karibische Seite ist hier deutlich entspannter. 

Turbulent wird es, wenn ein Lkw auf der Straße unterwegs ist. Überholt wird von 20 Autos hinter dir, bei Gegenverkehr wird schnell eine Lücke geschaffen. Rechts vor links gibt es nicht. Rechts überholt werden darf eigentlich auch nicht. Jeder überholt jeden! Mopeds. Quasts, Tuktuks, Fahrräder, Autos, Lkws, Busse… jeder überholt jeden. 🤣 

 

Verhalten bei Unfällen

Aussteigen, Auto stehen lassen. Polizei rufen. Egal auf welcher Straße. Egal ob man dadurch mitten auf dem Highway einen riesigen Stau produziert. Alles bleibt wie es ist, bis die Sache geklärt ist… 

 

Nummernschilder

Viele Autos fahren ohne Nummernschild. Entweder es sind Neuwagen, die auf ihr Schild warten. Oder der Fahrer machte ein Verkehrsvergehen. Falsch parken reicht. Zack, werden die Nummernschilder abgemacht.

Beschilderung

Wenn vorhanden oft nicht verständlich. Auf einem Highway darf man eigentlich 80 fahren. Wenn nicht plötzlich ein Schild kommt, dass die 25 km/h wieder aufhebt. Oder man darf 60 fahren. Oder 50. oder 25 und 2 Meter dahinter wieder 40…. Die recht hohen Strafen wegen zu schnellfahren interessieren hier scheinbar keinen, so dass überall eigentlich konstant schnell gefahren wird – wenn die Straßenverhältnisse es zulassen.

Schilder bzgl. Abbiegungen oder Schilder mit Ortsangaben etc. sucht man oft vergebens. Ohne Waze wären wir oft nicht am Ziel angekommen.

 

Städte- und Strandnamen

Städte- und Strandnamen wiederholen sich hier ständig. So reicht es nicht, auf die Frage wo wir vorher waren, mit „Santa Teresa“ zu antworten. Dann kommt direkt die Frage: „which one?“… welches? 🤣 also muss man die genaue, ausführliche Bezeichnung mit Lage angeben. Die meisten Orte scheint es mehrfach zu geben. Auch Strände werden oft gleich bezeichnet. So sind wir sicherlich an 3 Playas Hermosa vorbei gefahren. 🙈

Geld

Die Landeswährung sind Colones. Diese konnte man weder in Deutschland, noch in der Schweiz, noch in Luxemburg wechseln. Daher gabs erstmal Dollar. Prinzipiell kann man hier auch alles mit Dollar bezahlen, sicherlich jedoch zu einem schlechteren Wechselkurs. Als Rückgeld gibt es dann Colones. Ein Euro sind ca. 550 Colones. 

Möchte man Geld in der Landeswährung abheben, findet man überall Geldautomaten. Eigentlich hat jeder Supermarkt im Eingangsbereich einen Geldautomaten. Ansonsten hab ich sehr viel über Applepay gemacht. Funktioniert überall. 

Nun noch ein Wort zu den Colones. Es ist wunderschönes Geld. 🥰 Leider fehlt mir noch der 50 Mil-schein mit dem blauen Schmetterling. 🦋

Pura Vida 

Den Ausspruch pura Vida hört und liest man überall! Soweit ich recherchieren konnte, gibt es dafür keine direkte Übersetzung. 

Pura Vida kann man immer und überall einsetzen. Zur Begrüßung, zum Abschied, als Ausdruck der Begeisterung oder wenn etwas extrem schief läuft. Pura Vida!

Insekten

Ein Thema, das für jemanden wie mich, der auf jeden Stich mit einer extremen allergischen Reaktion reagiert, sehr wichtig ist. 🤣 

Zum Glück wurde ich im Urlaub selten gestochen. Hält man die Reihenfolge Sonnencreme, dann Insektenspray, ein, passiert so gut wie nix! Hat man eine Stelle vergessen oder setzt sich – super touri-like, auf einen Baumstamm am Strand mit Sandfliegen oder -Flöhen oder was auch immer, hat man schonmal 2 Wochen Ausschlag und juckende Handinnenflächen. 🤪 Aber alles in allem super entspannt und nicht annähernd so schlimm wie in den Foren oft beschrieben. 😅

Dank des dünnen Hüttenschlafsacks blieb ich auch vor Bettwanzen und -Flöhen verschont. Ein Kanadier, den wir trafen, hatte da weniger Glück – sein Körper war übersät mit Stichen. 🙈

Militär

Costa Rica verfügt über keine Armee. „Die Verfassung verbietet seit 8. Mai 1949 ein stehendes Militär in Friedenszeiten;[8] Die Fuerza Pública (Polizei) kann zur Verteidigung herangezogen werden.[9] Dauernde Neutralität seit 1983.[10]“ (Quelle Wikipedia)

Elektrizität 

In Costa Rica sind die Steckdosen vom Typ A und B. Die Netzspannung beträgt 120 V und die Frequenz ist 60 Hz. Es können die gleichen Adapter wie in den USA verwendet werden. Rund 98% der Bevölkerung ist an das Stromnetz angeschlossen. Der meiste Strom wird aus erneuerbaren Energien erzeugt. Es gibt Staudämme und Windräder. Leider sind die Leitungen oft nicht isoliert, was zu vielen Verletzungen bei den Wildtieren führt. Überall hängen Kabel, Stromzähler sind oft an der Straße angebracht. In einigen Regionen gibt es wohl nur tagsüber Strom.

Jagen

In Costa Rica verbietet das Jagdverbot seit 2013 das Jagen im ganzen Land. Lediglich für die indigenen Stämme gelten Ausnahmen. Somit ist Costa Rica das erste Land auf dem amerikanischen Kontinent, das die Jagd verbietet. Bricht jemand dieses Gesetz, muss er mit hohen Strafen rechnen. 

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