Fahrt an den Playa San Miguel

Nachdem wir noch einmal unseren Morgenkaffee mit Blick auf den Vulkan genossen haben gehts los in Richtung Pazifik. Wir haben gestern Abend eine einfache Hütte in Strandnähe gebucht und anschließend festgestellt, dass diese genau an dem Strand liegt, den uns der Autovermieter als sehenswert angekreuzt hatte. Er meinte auch, dass beide Flüsse auf dem Weg zurzeit gut zu überqueren seien…. Soweit, so gut. Um 9:30 Uhr gehts los.

Das erste Stück der Strecke führt uns um den Arenal See herum. 38 km Kurven. Nach 10 km bin ich Fahrer, d.h. es gibt nicht allzu viele Bilder. Ich versuche dennoch es euch ein wenig zu beschreiben, was wir erlebt haben…

Kurve hinter Kurve. Linker Hand der See. Und es hört nicht auf 🤣 die Straße ist eng, man hat keinerlei Übersicht und hinter jeder Kurve kann sich eine Herde Weissnasenbäraffen auf der Straße breit machen und den Verkehr zum Erliegen bringen. 

Dann haben wir den See so gut wie umrundet – was angeblich immer noch die schnellste Route war, in das Navi sagt: biergen sie rechts ab. Entsetzen und Stöhnen meiner Mitfahrer ermutigen mich nicht unbedingt, dem Navi zu glauben. Aber laut Route sind wir richtig. Also gehts steil bergauf und eine Schotterstraße mit „Schlaglöchern“, die ich nie gedacht hätte mit einem Auto durchfahren zu können. Enttarnt als Touri werden wir bergauf sowohl rechts als auch links überholt von freundlich winkenden Einheimischen – ich habe keine Ahnung, wie deren Kleinwagen, tiefer gelegten Cabrios und Jeeps das überstehen…..oben angekommen hat man einen atemberaubender Blick. Die Piste führt an Windrädern vorbei. In Costa Rica sind 98% der Menschen an Elektrizität angeschlossen. Rund 70% werden aus Wasserkraft erzeugt, der Rest kommt bereits aus Windkraft, so dass so gut wie keine fossilen Brennstoffe mehr verwendet werden. 

Weiter gehts über eine Hochebene, die an den wilden Westen erinnert – überall Kühe auf riesigen Weiden, eingefasst von weißen Zaunpfosten, überall riesige Steinbrocken und: ein normaler Straßenverkehr. Nach dem Regenwald ist dies plötzlich ein völlig anderes Bild…. Nach einigen Baustellen, kleinen Orten und einem Stopp beim Soda erreichen wir die „Krokodilbrücke“ und erreichen die Nicoya-Halbinsel. Überall blühen Bäume in rosa und gelb, stehen riesige, wunderschöne Bäume…. Rechts und links erstrecken sich weitere Hügelketten – und wir haben einen Einheimischen vor uns, in dessen Windschatten wir getrost mit 80 km/h alle Schlaglöcher umfahren.

Die Landschaft verändert sich und wir fahren an unzähligen Plantagen mit überwiegend Melonen vorbei. Auch die Strassenverhältnisse ändern sich. Schotterpiste. 1000x in Foren über Costa Rica gelesen. Doch es ist wie immer – erlebt man es selbst, wundert man sich doch…. Bisher haben wir keine Steigerung von Schlaglöchern gefunden. Krater. Pools. All das beschreibt es nicht annähernd, was auf diesen „Pisten“ los ist.  Also Vorschläge gerne ins Kommentarfeld unten 😉

So geht es bergauf, bergab, durch Dörfer, durch wunderschöne Landschaft und: durch Flüsse. Die ja zum Glück laut Autovermieter zurzeit gut zu überqueren sind. Waren sie auch 😅 aber zur Regenzeit möchte ich diese Strecke nicht fahren müssen. 🤣

Der nächstgelegene Ort zu unserem Ferienhaus ist San Francisca De Coyote. Dort gibts einige Restaurants und zwei Supermärkte.

Und dann sind wir endlich angekommen. Völlig durchgeschüttelt, aber glücklich! Der Pazifik ist unbeschreiblich schön. Warm. Hohe Wellen. Naturbelassener Strand. Kaum Touristen…. Ein absoluter Traum!

Tipp an alle Frauen: Bikinis sind am Pazifik völlig ungeeignet 🙄 🙃 ich rate zu Badeanzügen….

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Eine Antwort

  1. Super toll dein Blog, bin begeistert und fleißig am schauen. Pass bitte gut auf Anne‘s Rücken auf bei den vielen Straßen Pools

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