Dauer : 5:00h
Distanz : 13.77km
Aufstieg : 314m
Abstieg : 314m
Höchster Punkt : 584hm
Tiefster Punkt : 343hm
 
Der Felsenweg in Losheim wurde vom deutschen Wanderinstitut 2005 als Wanderweg des Jahres ausgezeichnet. Dementsprechend viele Besucher zieht er noch heute an. Die Kennzeichen auf dem Parkplatz in Waldhölzbach kamen aus ganz Deutschland… 

Los geht der Weg also in Waldhölzbach am Parkplatz. Von dort aus führt ein schmaler Pfad entlang der Hauptwege bis zum zweiten kleineren Parkplatz am alten Backhaus am Fluss. Dieses erste Stück finde ich persönlich nicht ideal gewählt-aber wie gesagt, Traumschleifen sind Traumschleifen, weil sie auch viele Schleifen entlang der Hauptwege machen. Der Vorteil ist, dass wir uns, im Gegensatz zu meinem Papa, nach der Beschilderung richten können. Mein Papa ist damals einfach mit einer Wanderkarte los. Nahm unzählige Höhenmeter und lange Strecken auf sich, um diese Gegend zu erkunden….  

Ab hier wird der Weg nun richtig schön. Bereits nach wenigen Metern ragt der mächtige Teufelsfels aus dem Wald auf. Die Traumschleife verlässt den Hauptweg und führt direkt am Teufelsfels vorbei. Beindruckende Felsformationen, die einen sofort zum Staunen bringen und die man so gar nicht im Saarland ansiedeln würde….

Dieses Staunen und das Gefühl, außerhalb des Saarlands unterwegs zu sein, begleitet uns nun den gesamten Weg. Es ist einfach eine wunderschöne Gegend. Wir folgen dem Fluss weiter und erreichen nach kurzer Strecke die erste Wassertretanlage. Auch hier folgen wir natürlich den Schildern, die uns ersteinmal ein Stück weg von der Anlage leiten, um dann wieder zurück zur Anlage zu gelangen…. Hier sollte man also eher gleich bergauf gehen. Der schmale Weg führt durch eine krage Landschaft recht steil bergauf. 

Oben angekommen erreichen wir den Grenzweg zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Ein schöner Abschnitt im „Niemandsland“.

Ich muss sagen, dass ich nach den ersten Schleifen etwas enttäuscht von dem Weg war, da die Schliefen in meinen Augen etwas ungünstig gewählt waren… Schön, aber irgendwie auch nicht notwendig, da er einen wunderschönen breiten Wanderweg parallel begleitet…. Doch ab diesem Grenzweg wird’s nun richtig schön! Schmale Pfade führen durch einen freundlichen, wunderschönen Wald entlang des kleinen Baches. Mn kommt jetzt endlich mal zur Ruhe. Hört dem Plätschern und den Vögeln zu während man den Pfaden folgt. Schließlich biegt ein Pfad vom Hauptweg ab zum Bärenfels. Hier muss man schon etwas geübt sein im Klettern…. Immer weiter gehts bergauf. Über Felsen und Brocken. Um schließlich auf der Rückseite des Felsens noch weiter zu Staunen, was die Natur doch alles so in die Landschaft stellt 😂😉

Ein kurzes Stück folgen wir noch dem schmalen Pfad und dem Bachlauf. Dann erreichen  wir einen Teich und eine weitere Kneipanlage. Plötzlich verändert sich die Umgebung wieder völlig. Entlang von Steuobstwiesen führt der Weg in das nächste Waldstück. Freundlich. Der Herbst nimmt hier langsam Anlauf. Die ersten Blätter färben sich bunt. Wir überqueren den Adelsfelsen und erreichen eine Ruhebank mit einer wundervollen Fernsicht! 

Bereits an dieser Bank hat man das Gefühl, dass der Weg zu Recht als schönster Wanderweg gewählt wurde. Eigentlich hätte dies alles schon dafür ausgereicht… Doch es geht so weiter! Wir klettern hinauf zur alten Burgruine und zu meiner übergroßen Freude steht dort oben ein Hinkelstein! Im Saarland. Unfassbar!! Gerade erst zurück aus der Bretagne und dann findet man die Hinkelsteine quasi vor der Haustür!! 

Besser gehts nun wirklich nicht! Ich bin völlig begeistert und beschwingt von dieser wundervollen Oberlix-Überraschung folgen wir dem Weg bergab, erreichen einen weiteren Teich und folgen einem weiteren Bachlauf. Es ist nicht zu fassen, wie abwechslungsreich dieser Weg ist!! Nach diesem wunderschönen Wegstück geht es wieder bergauf und-die nächste Felsenfomation erwartet uns. Der Schlangenfels! 

Bevor wir den kleinen Ort Scheiden erreichen überqueren wir die erste Kuhweide. Zum Glück ohne Zwischenfälle… Wir folgen der Ortsstraße bergauf und erreichen eine der vielen Genußstationen entlang des Weges. Von hier oben aus hat man einen unglaublichen Fernblick. Diesen kann man ein gutes Stück lang genießen, bevor der Weg wieder den Feldweg verlässt und wir einen freundlichen, offenen Wald erreichen. Ab hier wird der Weg „offener“. Immer wieder läuft man entlang von großen Weideflächen. Hat tolle Fernblicke. Überquert Weiden. Wird durch Weiden hindurch geleitet. Wird von einer vorwitzigen Pferdeherde begrüßt. Und hat einfach nur Spaß dabei, immer weiter zu laufen…. 

Nach den Hochstaudenfluren, die um diese Jahreszeit nur durch eine Informationstafel zu identifizieren sind, nähern wir uns wieder Waldhölzbach. Die Traumschleife teilt sich nun den Weg mit dem Traumschleifchen Schönwies, erreicht den Barfußpfad und führt entlang des schön angelegten Barfußpfades zurück zum Parkplatz. 

Der Felsenweg ist wirklich ein unfassbar schöner Weg, der definitiv die Auszeichnung verdient hat! Ich kann nur jedem empfehlen, ihn mal zu gehen!! 

Weitere Infos findet ihr hier: https://www.saar-hunsrueck-steig.de/tour/traumschleife-felsenweg-tafeltour-a31d2c5a10

https://www.wanderinstitut.de/premiumwege/saarland/extratour-felsenweg/

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