Dauer: 1 h

Distanz: 5 km

Aufstieg: 230m
Abstieg: 230m
 
 
Klotten. Ich bin wohl nicht die einzige, die von diesem kleinen Moselörtchen noch nie gehört hatte. Der kleine Ort mit seiner Burgruine liegt nur 3 Kilometer von Cochem entfernt. Damit hat man zumindest die Richtung 😂
 
Ursprünglich hatten wir uns für die 7 Kilometer-Runde entschieden, die von der offiziellen Tourismusseite angegeben wird: 
Als Parkplatz wir die Bahnhofstraße in Klotten erwähnt. Wir fuhren also munter dem Navigationssystem nach, verließen die Hauptstraße entlang der Mosel und bereits nach wenigen Metern zweifelte ich daran, dass wir jemals wieder aus diesen schmalen Gassen der Altstadt rauskommen würden. Bilder von Touristen, die mit ihren Autos in den schmalen italienischen Straßen zwischen zwei Häuserwänden stecken blieben, schießen mir in den Kopf. Zum Glück kam uns in diesem engen Gewirr aus Gässchen und Kurven keiner entgegen…. Klar war jedenfalls, dass ein Parken hier unmöglich war…. Wir suchten also den Weg raus aus der Altstadt, landeten auf einem schmalen, kurvenreichen Landwirtschaftsweg durch die Weinberge und landeten ohne Zwischenfälle wieder an der Mosel. Dort fanden wir einen großen Parkplatz, direkt neben der Touristeninformation. Da die offizielle Seite lediglich eine GPX-Datei zur Verfügung stellte schaute ich schnell bei Komoot, fand dort eine gleichnamige Runde und machte mir keine weiteren Gedanken. Wir sollten ohnehin der „Eidechse“ folgen. Sollte also schon passen. Tat es auch, bis wir irgendwann statt nach rechts nach links der Route folgten…. 
Vorab: die Runde war super schön, würde ich jedoch nicht weiterempfehlen!!
 

Wir starteten unsere Runde also am Parkplatz an der Mosel und folgten der Hauptstraße ein paar hundert Meter. Dann sahen wir das Hinweisschild mit der Eidechse, das in Richtung Wasserfall führte. Wir verließen also die vielbefahrene Straße und tauchten nach wenigen Metern ein in eine völlig andere Welt. Der schmale Pfad führte durch ein enges Tal. 

Trotz des warmen Klimas und der schieferbedeckten Weinberge ist es in diesem Tal auch im Sommer angenehm kühl. Man fühlt sich in ein anderes Land versetzt. Die langen Efeuranken, die von den Bäumen hängen, erinnern an Lianen. Überall ist es grün. Ein schmaler Bach schlängelt sich entlang des Weges. Bereits hier wird klar, dass eine gewisse Trittsicherheit gefragt ist. Immer wieder gibt es spektakuläre Steigen. Schmale Stufen. In den Fels gehauen und nur mit viel Geschick zu erklimmen. Kleine Brücken fügen sich wundervoll in die Landschaft ein. Es macht große Freude, dem Weg zu folgen!! 

Ohne auch nur eine Schmaragdeidechse in dem Meer aus Grüntönen entdeckt zu haben erreichen wir den Wasserfall. Oder zumindest die Stelle, an der dieser sein sollte. Zu dieser Jahreszeit und der Trockenheit der letzten Wochen ist es eher ein Rinnsal, das langsam die Felswand heruntertropft….

Der Abschnitt der nun folgt, ist nichts für schwache Nerven und auch nichts für untrainierte Spaziergänger…. Ein schmaler Pfad windet sich in Serpentinen langsam den Berg hinauf. Eine Runde nach der anderen. Oft unbefestigt. Oft so nah am Abgrund, dass bereits Teile des Weges abgerutscht sind…. 

Oben angekommen wartet jedoch eine gemütliche Bank auf einer Lichtung zum kurzen verschnaufen. 

Die Beschilderung hier oben ist leider wenig aussagekräftig. Und da der Weg nach rechts von umgefallenen Bäumen versperrt ist und die Komoot-Route uns ohnehin nach links leitet, folgen wir dem Weg nach links. Eigentlich hätten wir an diesem Punkt nach rechts abbiegen müssen, um auf dem offiziellen Weg zu bleiben…. 

Unser Weg führt uns jedoch durch einen wunderschönen, freundlichen Wald. Nach kurzer Strecke endet der schmale Pfad auf einem breiten Waldweg. Von hier aus hat man immer wieder die Möglichkeit, das Moseltal und Klotten von Aussichtspunkten zu bewundern. Wirklich richtig schön!! 

Da die Wegführung weiterhin bei jeder Gabelung etwas unübersichtlich ist, folgen wir nun konsequent der Komoot-Route. Diese führt uns kurz vor der Hauptstraße auf einen schmalen Pfad. Dieser Wegabschnitt entwickelt sich zur reinsten Kletterpartie. Überall liegen Baumstämme über dem Pfad. Man muss richtig klettern…. Zum krönenden Abschluss endet dieser Weg an einer steilen Böschung, die auf der Hauptstraße landet….. Eine absolute Katastrophe und wirklich nicht zu empfehlen!!!

Zum Glück müssen wir der Hauptstraße nur ein kurzes Stück folgen. Danach biegt der Weg nach links ab, führt uns durch eine kleine Siedlung und dann wieder in ein schmales Tal. Wiederum wunderschön. Etwas breiter als zu Beginn der Wanderung. Leicht zu gehen. Und nach kurzer Wegstrecke erreichen wir auch schon wieder Klotten. 

Alles in allem eine schöne Runde, die ich aufgrund der beschriebenen Gründe jedoch nicht wirklich weiterempfehlen würde. Dennoch eine tolle, anspruchsvolle Wanderregion mit einer wunderschönen Natur!! 

Infos zur Route findet ihr hier: https://www.komoot.com/de-de/tour/3123501505?ref=itd&t_medium=komoot_tour_share&share_token=a6EOCZBUpsQ08PS4LA7BF9Du7TuhIXAXgp5ZrJsoieE8CaQvoY&t_s=referral&t_cid=route_share&t_ref_username=2835313850484

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