- Mozart. Zauberflöte. Und das alles hoch oben auf der alten Halde in Ensdorf. Direkt unter dem Saarpolygon. Dies alles verspricht viel-wurde im vergangenen Jahr jedoch sehr von den Zuschauern und der Presse kritisiert… und tatsächlich-die Akustik lässt zu wünschen übrig. Aber… dafür besucht man an diesem Abend ja auch nicht die Oper. Will man eine fantastische Akustik, so geht man in ein Opernhaus. Hier oben geht es eher um das Gesamtkonzept…. Dementsprechend muss man darüber hinwegschauen, dass das Orchestra „Live“ spielt, jedoch gut 2 Kilometer entfernt in einem Raum sitzt und der Sound per „Glasfaserkabel“ oben auf der Halde abgespielt wird. Man muss auch darüber hinweg schauen, dass man die Opernsänger nur leise hört. Und dass es dort oben auf der Halde eben abends kalt wird. Auch im Sommer. Also darf man warme Kleidung und eine Decke nicht vergessen. Hält man all diese Punkte ein, so hat man einen lustigen Abend. Den man jedoch auch nicht vorzeitig beenden darf. Denn hier hat man zwar ein Zeitfenster vor der Oper, in dem man mit den Bussen hoch zur Halde gefahren wird. Am Ende der Vorstellung heißt es jedoch, sich an den „Almabtrieb“ zu halten. Nach festen Regeln. Zuerst die Künstler. Dann der Krankenwagen. Dann alle Fußgänger, die von der Feuerwehr würdevoll den Weg hinab ausgeleuchtet bekommen. Und dann, ganz zum Schluss, fahren die Busse.
Alles in allem ein wirklich schöner Abend. Weitere Infos findet ihr hier: https://www.opernfestspiele-saarpolygon.de/


