Heute nehme ich mir die Zeit mal über dieses Thema zu schreiben und es gibt immer noch bei vielleicht einigen von euch offene Fragen.

Instagram ist zunächst eine Plattform voller Inspirationen.

Aus allen Sparten und Bereichen findest du Bilder.

Immer mehr ist das Bloggen und Blogger sein als Hauptberuf ein Thema. Genauso zeigen große Influencer, dass es sich anscheinend davon leben lässt. (Manchmal trügt der Schein)

Die Fragen sind doch eher:

  • Kann das Jeder?
  • Was muss ich beachten?
  • Ab wann bekomme ich Kooperationen mit Firmen?
  • Wie viel Geld kann ich verlangen?

Zunächst gibt es auf die Frage ob es jeder kann zwei Antworten.

Ja und Nein.

Denn Blogger/ Influencer mit großem Erfolg, bedeutet Arbeit. Und das sogar recht viel. Unter Umständen, heißt, dass diese Arbeit sich zu einem 24 Stunden Job entpuppen kann …davon abgezogen der tägliche Schlaf.

Diese Arbeit ist übergreifend und nicht unbedingt in 8 Stunden täglich gepackt von sagen wir mal 8 bis 16 Uhr, von Mo bis Freitag. Denn hier gehört eine Menge Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen, organisatorisches Talent, eine Menge kreativer Ideen und Herzblut dazu.

Sprich mit 2 Stunden pro Tag sich diesem widmen, sind die Schritte eher klein, wenn du dir etwas aufbauen möchtest.

(Und das habe ich mal noch sehr positiv ausgedrückt.)

Die Frage die Du dir zunächst stellen solltest:

Was möchte ich mit meinem Blog erreichen? Ganz gleich ob ein eigener Blog, wo über Themen geschrieben wird, Instagram und/ oder ähnliches.

Ich möchte zudem mit einem weit verbreiteten Irreglauben aufräumen.

Denn ich lese und höre noch immer sehr oft..“Cool da bekommt man Sachen/ Produkte von Firmen geschenkt“…

Vorsicht, das sind keine Geschenke!

Wir leben in einer Marktwirtschaft, in der Gewinne erzielt werden wollen. Ich nenne es mal Kapitalismus.

Sicherlich ist es richtig, dass es möglich ist, mit Kooperationen Honorare zu erzielen.

Darauf gehe ich später noch ein, versprochen.

Wichtig ist jedoch an erster Stelle zu wissen, dass gesponserte Produkte ein „Geldwerter Vorteil“ sind! Sie sind zu versteuern!

Es ist kein Geschenk und auch nicht als Spende zu berechnen.

Einnahmen müssen versteuert werden.

Die relevante Grenze für die Einnahmen ist nicht zu unterscheiden von anderen / sonstigen Einnahmen.

Beachte! Liegt Dein Einkommen 2019 unter 9.168 Euro pro Jahr, musst du keine Steuern zahlen. Denn das ist der sogenannte Grundfreibetrag. In der Tabelle sind nochmal die Beträge zu sehen. Die größeren Beträge sind für verheiratete Paare.

Der Grundfreibetragt soll dazu da sein, um ein Existenzminimum zu sichern.

Sprich, bedenke dies, wenn du einen Hauptberuf ausübst. …bedenke, bedenke, bedenke…ich weiß ich wiederhole mich, doch sind dies tatsächlich wichtige Infos.

Alles was du dann zusätzlich verdienst muss dazu gerechnet werden.

Hierzu gibt es noch einige Fakten wie Werbungskosten, die du bei der Steuerklärung mit angeben kannst um den Betrag gering zu halten. Hier bitte ich dich, erkundige dich bei einem Steuerberater und hebe dir prinzipiell alle Vereinbarungen, Rechnungen usw. dazu auf.

2020 9.408,– € 18.816,– €
2019 9.168,– € 18.336,– €

Bist du in dem Glauben, Produkte zu erhalten und diesen „geldwerten Vorteil“ nicht später in deiner Steuererklärung mit anzugeben, nennt man dies Steuerhinterziehung.

Der Staat möchte von deinem Kuchen etwas abhaben, bitte bedenke das. Und ein nicht-melden kommt früher oder später heraus, denn die Firmen müssen diese geldwerten Vorteile ebenfalls angeben. Diese Budgets der Firmen müssen ebenfalls versteuert werden und bei Kooperationsverträgen und Vereinbarungen  sind spätestens eure Namen und dazugehörigen Adressen bekannt.

Desweiteren ist zu beachten; bist du mit dem Ziel eines Blogs darauf hinaus, mit Firmen zusammen zu arbeiten, in Form von Kooperationen, so ist es wichtig ein Gewerbe anzumelden.

Denn als Blogger mit Einnahme Absichten benötigst du zudem ein Impressum und Steuernummer.

Ein Kleingewerbe als Blogger/ Influencer/ Internetdienstleister ist schnell getan.

Einen Termin dazu benötigst du nicht. Lediglich etwas Zeit und ca. 30€. Manche Gewerbeämter bieten dies auch online an.

Danach wirst du automatisch bei der IHK angemeldet und benötigst nur noch den Antrag auf eine Steuernummer vom Finanzamt. Sollte dein zuständiges Gewerbeamt sagen, dass du diese automatisch bekommst..falsch..da kannst du lange drauf warten.

Wenn du zum Beispiel bereits zwei kleinere Kooperationen hattest mit geringem

Geldwert, so brauchst du nicht gleich in Panik geraten.

Wenn du deine Einnahmen durch einen angestellten Hauptberuf erwirtschaftest, dürfen die Einnahmen als Blogger nicht 410€ übersteigen. Dies ist die Freigrenze! Dies Gilt dann auch bei dem „geldwerten Vorteil“, dem „Sachgeschenk“. Hier gilt der Wert des Anschaffungspreises!

Alles was dann darüber hinaus geht MUSS mit Hilfe einer Einnahmen- Überschuss-Rechnung ermittelt werden.

Und genau deshalb ist es wichtig, dass du alle zu den Produkten gehörenden Rechnungen aufhebst!

Sämtliche Einnahmen und Ausgaben werden gegenüber gestellt.

Dementsprechend kannst du feststellen welchen Gewinn du erwirtschaftet hast.

Gibt es auch „Sachgeschenke“ die nicht versteuert werden müssen?

Ja, bis zu 10€ ist ein Sachgeschenk steuerfrei. (Werbegeschenk)

Umsatzsteuerpflicht; ja oder nein?

Mit einem Kleingewerbe hast du die Möglichkeit dich von der Umsatzsteuer befreien zu lassen.

Wichtig hierbei ist der Umsatz pro Jahr, der nicht mehr als 17.500€ übersteigen darf. Alles was darüber liegt gilt als Umsatzsteuerpflichtig!

Bei Honoraren musst du eine Umsatzsteuer abführen an das Finanzamt!

Du siehst jetzt schon, nichts ist geschenkt. Und auch jetzt ist klar, wenn du den Wunsch hast davon zu leben, bedeutet das nicht nur eine Menge Arbeit mit dem auf hübschen, fotografieren usw., sondern auch viele bürokratische Dinge, die erledigt werden wollen.

Plus, dass das auf hübschen und fotografieren auch Zeit kostet.

Sprich, möchtest du keine Geldeinnahmen erzielen oder über den Freibetrag von 410€ kommen, musst du kein Gewerbe anmelden.

Dies sind erst einmal die groben wichtigen Dinge, die zu beachten sind.

Und weil dies dennoch schon eine Menge ist und noch die Fragen;

  • Ab wann bekomme ich Kooperationen mit Firmen? und
  • Wie viel Geld kann ich verlangen?

noch offen sind, werde ich diese in einem zweiten Blogbeitrag hier ausführlich behandeln.

Solltest du bis hier her immer noch das Ziel haben, erfolgreich und gewinnbringend, als Blogger tätig zu sein, dann freue dich auf meinen nächsten Beitrag.

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Deine Melle

2 Kommentare zu „Kooperationen auf Instagram

    1. Ich danke dir liebe Anne für dein Kommentar dazu. Es freut mich, wenn der Beitrag dir einen Mehrwert gab. Du darfst auf den zweiten Teil dazu gespannt sein, wenn dich dieses Thema interessiert. Liebe Grüße, Melle

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