Wenn du diesen Beitrag liest, hast du wahrscheinlich auch schon den letzten davor gelesen und kennst nun die Wirkung von Farben. Zumindest von den Basisfarben. Und wie schon zuvor erwähnt erkennt der Mensch um die 20 Millionen Farben.

Deshalb kann die Auswahl von Farben schon recht schwer sein.

Wichtig ist, was soll mit der Wand passieren oder welche Wirkung soll diese haben?

Möchtest du es edel oder eher frech, bunt und fröhlich aussehen lassen?

Grundsätzlich kann ich empfehlen nie nur eine Farbe zu verwenden. Sei Mutig und trau dich. Was soll schon passieren!?! Wenn es nicht gefällt, ändere es einfach wieder. Es ist keine Mauer die erbaut wird und da für immer stehen muss.

Grundsätzlich sind immer 2 Farben ganz gut. Ob es 2 unterschiedlich farbige Wände sind, oder eine Farbige Wand mit einer anders farbigen Couch/ Sofa oder anderen Details. Stelle sicher, dass es einen Kontrast gibt sonst wirkt es leblos und langweilig.

Wenn Du es etwas dezent halten möchtest, kannst du auch eine Farbfamilie nehmen, sprich einen dunkleren und einen helleren Ton. Doch Vorsicht, schau vorher welche Wirkung diese Farbe hat, wenn du noch kein Gefühl dazu entwickelt hast. Dunklere Töne wirken grundsätzlich schwerer.

Ein Farbton mit unterschiedlichen Nuancen kann ruhiger und gesetzter wirken. Hingegen können verschieden gewählte Farben den Raum lebendig wirken lassen.

Bist du lebhaft und kreativ, dann wage dich wirklich zu mixen.

Weiterhin kommt die Frage hinzu, was ist es für ein Raum? Spielt sich dort viel darin ab oder soll es ein Ruhepol sein?

Als weiteren Tipp kann ich Dir mit geben, halte Fensterseite und die gegenüberliegende in einer hellen Farbe. Wichtig; am besten Fensterfront weiß lassen, sonst wirkt der Raum dunkel. Genauso auch die gegenüberliegende Wand zu den Fenstern. Ich habe meine gegenüberliegende Wand im Wohnzimmer streichen wollen und mich dann für ein helles grau entschieden, was je nach Lichtverhältnissen ganz leicht bläulich schimmert.

Bist Du ein Mensch, der einfach abwägen muss und für die Entscheidung länger braucht? Dann geh zum Baumarkt oder Farbfachhandel und nimm dir Farbkarten mit.

Höre auf dein Gefühl im Bauch. Ich kann so etwas immer wieder empfehlen. Das Bauchgefühl hat so oft recht. Wenn Du eine Farbe siehst und eine leichte Abneigung verspürst, dann ist sie es nicht.

Es ist wie mit vielen Dingen so, Du siehst etwas und magst es oder eben nicht.

Ich denke so kauft jeder Mensch auch ein. Nutze genau das.

Was Du auch machen kannst…fotografiere die Wand und zeichne im Nachhinein die Farbe ein. Heutzutage macht dies schon jedes Foto-App.

Dies hilft dir, es sich besser vorstellen zu können, falls du dich damit schwer tust.

Hast du schon mal was von Komplementärfarben gehört?

Die stärksten Kontraste sind die Farben, die sich gegenüber liegen.

Violett zu Gelb

Blau zu Orange

Rot zu Grün

Möchtest du es leuchtend und richtig kräftig haben, so benutze Farben die nebeneinander liegen.

Check-Liste zuvor:

  • Als was wird der Raum genutzt?
  • Wie häufig wird er genutzt?
  • Gibt es eine Tageszeit wo dieser Raum am häufigsten genutzt wird?
  • Wie viel Licht kommt in den Raum?
  • Wie ist der Raum geschnitten?
  • Welche Möbel stehen in dem Raum und welche Farbe haben sie?
  • Was soll der Raum ausdrücken?

Welchen Tipp ich weiterhin geben kann; Sieh dich in der Natur um, welche Farbkombinationen es gibt und lass dich auch dadurch inspirieren. Wenn du das tust, bekommst du immer stärker ein Gefühl dafür. Und zugleich nimmst du vielleicht wieder ein bisschen mehr die liebevollen Details der Natur wahr.

Achte darauf was dich am meisten fasziniert. Was dich zum lächeln bringt und du dich wohl fühlst.

Dies ist zum Beispiel ein Hilfsmittel um das Gefühl von Farben zu bekommen, jedoch gibt es noch weitere.

Wie schon erwähnt, nimm die Farbkarten vom Baumarkt oder Farbfachhandel mit und pinne sie an die gewünschte Wand. Wenn du ein gutes Vorstellungsvermögen hast, kann dies zunächst schon sehr gut helfen.

Desweiteren könntest du dir ein Moodboard erstellen wie es auch Modedesigner nutzen.

Damit kannst du dir viel einfacher ein Farbkonzept erstellen.

Nimm für das Moodboard auch gerne Stoffe und Bilder von Objekten und / oder Raum. Nimm Tapetenmuster und all das was du magst und dir vorstellen kannst. Spiele damit und du wirst erkennen, was gut zusammen passt und was nicht.

Erstelle damit dein ganz persönliches Farb- und Raumkonzept.

Du merkst sicherlich bereits…dies ist ein wirklich großes Thema.

Das schöne ist, dass wirklich viel Spaß macht. Und falls es das bisher nicht der Fall war, möchte ich dich nun unterstützen dies zu ändern.

In den nächsten Beiträgen werde ich einige Kombinationen zeigen von Farben, die meines Erachtens gut kombiniert werden können.

Doch bis dahin, wende die aufgeführten Tipps zunächst an und lass dich von Natur und deinem eigenen Gefühl, mit was du dich wohl fühlst, leiten.

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Deine Melle