Meine kleine rosa Küche

Seit ich in meiner Berliner Wohnung lebe, hat sich einiges an Farben und Veränderungen getan. So auch meine Küche.

Zu Anfang war meine Wohnung mit dem nötigsten ausgestattet und ziemlich durcheinander.

Als ich damals von Dresden nach Berlin zog, nahm ich nur das mit, was ich tragen konnte. Alles andere verkaufte ich. Es war geplant in ein WG-Zimmer zu ziehen. Als ich in Berlin ankam, stellte sich heraus, dass das zu beziehende Zimmer noch vermietet war. So kam es, das ich 9 Tage in einem begehbaren Kleiderschrank/ Raum schlief.

Danach durfte ich erst mal in die WG zu einer Kollegin ziehen und fand kurze Zeit später zu meiner jetzigen Wohnung.

Die ersten Bilder die ich noch von meiner Küche habe, waren etwas später, als ich bereits mein Küchenbuffet erworben hatte. Hier noch zu sehen in einem Rot.

Es ist spannend zu sehen wie sich etwas Jahr für Jahr verändert und weiterentwickelt, wie mit einem Kind oder gar uns selbst.

Wenn ich darüber nachdenke, dass ich als jugendliche nicht verstand, wie man rosa Kleidung, rosa Gegenstände oder ein rosa Zimmer haben konnte, muss ich nun bis über beide Ohren schmunzeln.

Denn inzwischen als Erwachsene wohl gemerkt, hat sich mein Geschmack so verändert, dass ich mit dieser Farbe ein Zimmer anfing zu gestalten.

Und nein nicht alles mit einmal…es kam Stück für Stück. Erst wurde das Küchenbuffet weiß gestrichen…später kamen rosa blickdichte Vorhänge dazu. Kleine Rosa und bunte Accessoires wie meine Truhe kamen viel später hinzu. Ein Teppich zog ein und wurde dann gegen einen rosa-block-farbenen Teppich ausgetauscht. Ein rosa Fell lag nun auf der kunderbunten Truhe samt Kissen, das Hank, wenn die Sonne rein scheint, es sich dort gemütlich macht. Erst dieses Jahr kamen die Regale an der linken hinteren Wand ab und auch dort malerte ich die Wand in einem vintage-rosa. Bilder mit verschiedenen teils kitschigen und farbenfrohen Motiven fanden dort ihren Platz. Blumenampeln dürfen auch hier nicht fehlen. Inzwischen bin ich in meiner mini-Küche organisierter und sammle fleißig im Sommer Kräuter, die ich trockne und in Gläser verstaue um immer davon profitieren zu können. Sei es für Tee oder momentan im selteneren Fall, beim kochen. Drapiert siehst du sie alle auf dem Küchenbuffet-Schrank oder wie hier auf den Bildern, auf den Regalen links.

Ich finde es selber spannend, diese Veränderungen zu beobachten und verstehe den Satz; „Was lange währt, wird gut.

Manchmal träume ich von einer modernen Küchenzeile, mit einer tollen modernen Spüle aus Keramik, einer größeren Arbeitsplatte und einer Küche in dem mein Esstisch rein passen würde, ohne das dann alles zugestellt ist.

Und dann sehe ich sie mir an und bin super glücklich. Vielleicht liest sich das jetzt blöd. Es steckt so viel Liebe in dieser Küche…das heißt nicht nur mit Liebe gestaltet…nein wirklich Liebe in der Luft…ich kann es nur schwer erklären… doch glaube ich sogar, das die Bilder meiner Küche dieses wohlig, freundliche, positive mit liebe gefüllten Schwingungen auch wiederspiegelt.

Und ich weiß nicht, ob ich das für mich mit einer modernen Küche schaffen würde.

Es spiegelt sich immer mehr wieder, das ich die Liebe zum perfekten „unperfektem“ entwickelt habe. Etwas zu schätzen, was nicht für jeden perfekt ist.

Genauso wie wir es selbst nicht sind. Und dennoch sind wir gut, so wie wir sind.

Und auch mit diesem Beitrag möchte ich dir mit geben…. Es braucht nicht immer große Veränderung, um etwas für dich perfektes daraus zu machen.

Und es muss nicht alles perfekt sein (für andere). Solange du damit glücklich bist und dich wohl fühlst. Dann ist es perfekt! Das strahlen nicht nur Deine Räume aus sondern auch Du, wenn du so mit dir selbst umgehst.

Deine Melle

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