Kommunikation begleitet uns jeden Tag und deshalb bin ich immer wieder in manchen Situationen verwundert, wie schwer sich der Mensch damit tut.

Dabei fängt es bereits mit der Kindheit an.

Geprägt durch Außenwelt oder Eltern gibt es bereits Dinge, bei denen ich die Haare raufen könnte. Und dabei geht es nicht ein mal um Schimpfwörter oder ähnliches. Sondern um die Art und Weise.

Ein Beispiel: Einem Kind sagen:

Bist du dir sicher dass du das kannst?

Das schaffst du niemals!

…..meinst du wirklich?

Hallo???? Was wird damit uns als Kind schon suggeriert?

Mit solchen Sätzen gar Worten oder in Frage stellen, wird uns unbewusst eingebläut, wir seien für irgend etwas nicht gut oder gut genug!

Und wie schnell ist so ein Satz unüberlegt gesagt?!

Ich stelle immer mehr fest, dass oft etwas unüberlegt gesagt wird. Oder es wird etwas gesagt, mit einer völlig gegensätzlichen Mimik.

Dieses Thema beschäftigt mich seit Wochen und ich werde eventuell dieses in einem weiteren Beitrag aufgreifen. Jetzt lasse ich zunächst diese Gedanken aus meinem Kopf…..

Ganz ehrlich, das Thema Kommunikation ist wirklich riesengroß, es steht uns zur Verfügung und wird unüberlegt dahin geschmettert. Vielleicht ist es mir so aufgefallen, durch die Arbeit mit Mitarbeitern in meiner Tätigkeit als Führungskraft, doch noch verschärfter sind meine Sinne seit der Ausbildung zum Coach, Trainer und NLP Practitioner. Selbst in dieser Ausbildung ist mir extrem aufgefallen, wie sehr sich manche Menschen schwer tun etwas auszuhalten. Und damit meine ich, wenn man einen Rechtschreibe Fehler findet oder etwas falsch ausspricht. (nur mal als Beipsiel)

Kannst du aushalten?

Mir ist es auch nach Veröffentlichung meines Blogs so gegangen, als ich um Feedback des Aufbaus usw. bat. Stattdessen kam nur: Du hast da einige Fehler!

Warum Fält es so shwer auszuhaltn oder mal ine zu Haltn? (Ironie off)

Desweiteren frage ich mich, ob Eltern bewusst ist, dass sie ihre eigenen Grenzen bereits ihren Kindern aufbürden. Denn etwas anderes ist es nicht, dem Kind zu sagen; „Du schaffst das nicht“. So etwas ähnliches habe ich selbst auch erlebt.

Als ich krank war, durfte ich mir vom zweiten (Ex) Mann meiner Ma anhören: „Du hast nichts.“ Als Kind hatte ich starkes Asthma um das nur mal zu erwähnen.

Ich finde das schrecklich. Die eigenen Unzulänglichkeiten auf das Kind zu projizieren, was dadurch geprägt wird.

Es ist erwiesen, dass bereits Babys geprägt werden. Ein 3 Jähriges Kind nimmt alles schon sehr gut wahr und speichert solche Momente.

Ich hatte in letzter Zeit sehr viele Gespräche mit Freunden und Kollegen. Und es war immer wieder faszinierend woraus „Probleme“ entstehen.

Aus Kommunikation, ganz klar.

Zwischenmenschliche Missverständnisse kommen durch unüberlegte und nicht reflektierte Kommunikation.

A sagt etwas mit dem Gedanken, dass es neutral sei, und der gegenüber, also B versteht es als Angriff.

Was passiert normalerweise jetzt?

Die Reaktion folgt prompt von B…natürlich beleidigt, gar wütend oder ähnliches…  

A kann es gar nicht verstehen und wird in den meisten Fällen ebenfalls emotional. Beide schaukeln sich hoch und im schlimmsten Fall gibt es einen Streit oder es wird nicht mehr miteinander geredet.

Statt die Emotionen mal bei Seite zu packen und zu fragen wie das gemeint war….das würde doch so vieles erleichtern. Genauso wird nicht reflektiert wie die Mimik dazu ist. Und da reicht nur ein kleiner spitzer ton und eine Diskussion oder Auseinandersetzung beginnt.

Manchen Menschen möchte ich öfter mal einen Spiegel vor das Gesicht halten.

Genauso werden eigene Gefühle kompensiert in Worte. Und wichtig ist es zu erwähnen, …es sind die eigenen Gefühle!!!! Zb Missgunst, Neid, Eifersucht oder was auch immer…alles was eine hässliche Fratze trägt…die wir im Übrigen alle in uns versteckt haben…. Es kommt nur darauf an, wie sehr wir diese zulassen.

Durch die obigen Gefühle entstehen Lästereien, Mobbing und all die unschönen Sachen..

Und wer mich kennt und auch schon den letzten Beitrag gelesen hat, weiß was ich davon halte.

Warum wird die Sprache, die Kommunikation so vernachlässigt?

Warum wird nicht bewusster darauf geachtet, wie und was gesagt wird? Und um mal etwas vorweg zu nehmen, ich bin in manchen Situationen selbst noch am lernen. Wichtig ist sich der Sprache bewusster zu werden.

Es wird alles zum anderen geschoben, mit der Devise: na wenn es falsch verstanden wird, liegt es an dem anderen. Nein es fängt bei uns selbst an. Es ist gut sich selbst zu reflektieren und auch zu hinterfragen: Wie hast du das gemeint?!

Wer sich mit dem Thema wirklich mal auseinander setzen möchte, schaut mal nach dem 4 Ohren Modell/ 4Seiten Modell.

Es ist ein Kommunikations-Psychologie Modell, was die Kommunikation in 4 Aspekte oder Ebenen beschreibt. Es dient als Beschreibung der Kommunikation die durch Missverständnisse gestört wird. Vielleicht kennst du das Sender und Empfänger-Prinzip?

Es gibt 4 Varianten wie etwas aufgenommen wird.

  1. Selbstaussage: Was offenbart A über sich?
  2. Sachaspekt: Worüber spricht A?
  3. Apell: Was will A von mir?
  4. Beziehungsaspekt: Wie steht A zu mir?

Bei Der Selbstaussage werden einfache Daten, Fakten und Sachverhalte übermittelt. Es geht nicht um Emotionen.

Bei der Selbstkundgabe verläuft es meist unbewusst und ist ggf. auch eine unfreiwillige Selbstenthüllung. (Ich-Botschaften) Hier geht es um Gefühle und Emotionen die sich auf die eigene Person beziehen.

Auf der Beziehungsebene geht es um Verhalten, Formulierung, Körpersprache und Tonfall… je nach dem wie B es wahr nimmt, fühlt sich B von A akzeptiert oder herabgesetzt.

Beim Appell soll etwas bewirkt werden. A nimmt Einfluss auf B, unbewusst oder auch manipulativ. Zb. Die Ampel ist grün…versteckter Hinweis- Du kannst fahren oder laufen bzw. fahr/ Lauf jetzt bitte.

Was glaubst du, auf welchem Ohr wird sehr oft gehört?

Und jetzt könnte jeder meinen, na das weiß ich doch….Na klar vielleicht unterbewusst.

Kommunikation kann es vereinfachen, wenn sie richtig angewandt wird…wenn nicht, kann es auch gerne mal kompliziert werden und absolut unnötig.

Also nimm dir die Zeit und frage in einer dazu passenden Situation, wie es gemeint war. Du brichst dir damit nichts ab und im Gegenteil, Du ersparst dir Missverständnisse. Und als Sender, achte einfach einmal mehr darauf wie und was du sagst.

Ich finde, es ist es Wert, sich der Kommunikation wieder bewusster zu werden und sie zu verstehen. Das kann öfter mal die Sichtweise ändern und wir fassen etwas so auf, wie es gesagt und gemeint ist. (im besten Fall)

Deine Melle